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Madagaskar

Das Radio ist die wichtigste Informationsquelle in Madagaskar. Landesweit sendet nur der staatliche Rundfunk, daneben gibt es aber Hunderte kleinerer Sender. Seit dem Umsturz 2009 kennzeichnen Zensur, Schikanen und Einschüchterung die Situation der Medienschaffenden. 2010 wurden rund 80 Radio- und Fernsehsender geschlossen. Viele nichtstaatliche Medien haben enge Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft. Die Folgen sind einseitige Berichterstattung, Selbstzensur und wechselseitige politische Repressionen. Der Entzug von Lizenzen ist häufig. Außerdem kommen Verleumdungsklagen, willkürliche Festnahmen und Beschlagnahmungen vor.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 54 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Pressefreiheit in der Corona-Krise01.04.2020

Afrikanische Staaten erhöhen Druck

Journalistinnen und Journalisten, die über die Ausbreitung des Corona-Virus in Afrika berichten, sind in mehreren Ländern der Region zur Zielscheibe von Zensur, Einschüchterung und körperlicher Gewalt geworden. Reporter ohne Grenzen ruft deshalb Afrikas Regierungen auf im Kampf gegen die Pandemie die Pressefreiheit zu garantieren.

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Gedruckte Zeitungen werden auf einem Transportband befördert.
ROG-Themenbericht23.09.2019

Zeitungen, die nie ankommen

Weltweit behindern Feinde der Pressefreiheit auf vielerlei Weisen den Pressevertrieb, damit kritische Zeitungsartikel nicht beim Publikum ankommen. Denn neben Journalistinnen und Journalisten spielen auch Zeitungsverkäufer, Druckerinnen und Lieferanten eine entscheidende Rolle dabei, dass die Zeitung ihre Leserinnen und Leser erreicht.

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