Länderportal

Madagaskar

Das Radio ist die wichtigste Informationsquelle in Madagaskar. Landesweit sendet nur der staatliche Rundfunk, daneben gibt es aber Hunderte kleinerer Sender. Seit dem Umsturz 2009 kennzeichnen Zensur, Schikanen und Einschüchterung die Situation der Medienschaffenden. 2010 wurden rund 80 Radio- und Fernsehsender geschlossen. Viele nichtstaatliche Medien haben enge Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft. Die Folgen sind einseitige Berichterstattung, Selbstzensur und wechselseitige politische Repressionen. Der Entzug von Lizenzen ist häufig. Außerdem kommen Verleumdungsklagen, willkürliche Festnahmen und Beschlagnahmungen vor.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 98 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

mehr
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

mehr
Weiß-rot-grüne Flagge
Madagaskar16.07.2021

#FreeThemAll: Gaëlle Borgia

In Madagaskar ist die Journalistin Gaëlle Borgia seit Wochen das Ziel einer Hetzkampagne der Regierung und staatsnaher Medien. Hintergrund ist ein Bericht, den Borgia, die unter anderem für AFP tätig ist, auf ihrem Facebook-Kanal veröffentlichte.

mehr