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Belarus

Der staatliche Rundfunk in Belarus ist in erster Linie ein Propagandawerkzeug der Regierung. Eine restriktive Lizenzvergabe knebelt Privatsender. Unabhängige Zeitungen dürfen weder in staatlichen Druckereien hergestellt noch über staatliche Distributionskanäle verteilt werden, wodurch sie Wettbewerbsnachteile haben. Kritische Berichterstattung über den Präsidenten und die Regierung kann mit harten Strafen geahndet werden. Journalisten und Blogger werden immer wieder verfolgt. Strenge Internetgesetze erschweren den Zugang zu ausländischen Webseiten und verstärken die Überwachung der Nutzer im Land.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 153 von 180
Unzählige Demonstrierende ziehen mit Schildern und belarusischen Fahnen durch die Straßen
Belarus23.10.2020

UN müssen Gewalt verurteilen

Reporter ohne Grenzen fordert die Vereinten Nationen auf, die beispiellose Gewalt gegen Journalistinnen und Journalisten sowie die Zensur von unabhängigen Medien in Belarus zu verurteilen. Jegliche Übergriffe auf Medienschaffende während der Proteste gegen die Regierung müssen unabhängig untersucht werden.

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Protestierende meiner eine Massendemo in Belarus.
Belarus21.10.2020

Zahl der Festnahmen steigt

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die steigende Zahl festgenommener Medienschaffender in Belarus. Seit Anfang Oktober wurden der unabhängigen Belarusischen Journalistenvereinigung (BAJ) zufolge 85 Medienschaffende festgenommen, seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August betraf dies inzwischen fast 300 Reporterinnen und Reporter.

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Demonstrierenden in Belarus
Belarus06.10.2020

Kritik an Lukaschenkos Medienpolitik

Reporter ohne Grenzen kritisiert die Versuche des belarusischen Regimes, Medienschaffende aus dem In- und Ausland an der Arbeit zu hindern. Die Akkreditierungen aller ausländischen Korrespondentinnen und Korrespondenten wurden für ungültig erklärt und dem Nachrichtenportal Tut.by der Status als Massenmedium entzogen.

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