Wahlen in den USA: Pressefreiheit unter Druck

Gewalttätige Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten, Zugangsbeschränkungen für unabhängige Medien, ein aufgeweichter Quellenschutz und ein Präsident, der nahezu täglich gegen Medienschaffende hetzt – die Presse ist in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren in beispielloser Weise unter Beschuss geraten. Für einen informierten Diskurs über die Lage der Pressefreiheit sind fundierte Kenntnisse der Medienlandschaft und Medienpolitik sowie ihrer Geschichte nötig. Mit einem Themenschwerpunkt "Wahlen in den USA: Pressefreiheit unter Druck" anlässlich der Präsidenten- und Kongresswahl am 3. November will Reporter ohne Grenzen einen Beitrag dazu leisten, über diese Hintergründe aufzuklären.

Über 500 Übergriffe auf Medienschaffende in den USA im Jahr 2020

Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Joe Biden steht an einem Rednerpult, an dessen Frontseite das Symbol der USA zu sehen ist: der Weißkopfadler. Im Hintergrund ist die US-amerikanische Flagge sowie eine weitere Flagge mit dem Weißkopfseeadler zu sehen.
USA08.02.2021

Washington setzt Zeichen für Pressefreiheit

Reporter ohne Grenzen begrüßt die beiden Gesetzesvorschläge zur Förderung der Pressefreiheit weltweit, die in den US-Kongress eingebracht wurden. Auch die Bemerkung von Präsident Joe Biden zum Thema Pressefreiheit in seiner ersten großen außenpolitischen Rede hält RSF für ein wichtiges Zeichen nach vier Jahren medienfeindlicher Hetze unter Bidens Vorgänger Trump.

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Protestierende und Medienschaffende stehen um einen Haufen aus zerstörtem journalistischem Equipment herum
USA18.01.2021

Sorge um Sicherheit vor Biden-Amtseinführung

Kurz vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden ist Reporter ohne Grenzen ernsthaft besorgt um die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten, die über die Veranstaltung in Washington berichten. RSF fordert die US-Behörden auf, rund um die Amtseinführung alles zu tun, um die Sicherheit von Medienschaffenden zu gewährleisten.

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Eine Gerichtszeichnung zeigt eine Richterin, die eine Entscheidung verliest, sowie im Hintergrund Julian Assange in Anzug und mit Maske
Großbritannien / USA06.01.2021

Assange sofort freilassen

Eine Richterin in London hat am 6. Januar die Freilassung von Julian Assange auf Kaution abgelehnt, obwohl sie am 4. Januar seine Auslieferung an die USA aus gesundheitlichen und humanitären Gründen zurückgewiesen hatte. Reporter ohne Grenzen verurteilt die Entscheidung und fordert die sofortige Freilassung des Wikileaks-Gründers und -Verlegers.

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Auf einer Gerichtszeichnung ist Julian Assange auf einer Bank in einem Gerichtssaal sitzend zu sehen, er trägt Anzug und Mundschutz
Großbritannien / USA04.01.2021

Nein zu Auslieferungsantrag lässt Hintertür offen

Ein Gericht in Großbritannien hat am 4. Januar den Antrag der USA auf Auslieferung des Wikileaks-Gründers und -Verlegers Julian Assange abgelehnt. Reporter ohne Grenzen (RSF) ist erleichtert über diese Entscheidung, sieht die Begründung von Richterin Vanessa Baraitser aber kritisch.

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