Wahlen in den USA: Pressefreiheit unter Druck

Gewalttätige Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten, Zugangsbeschränkungen für unabhängige Medien, ein aufgeweichter Quellenschutz und ein Präsident, der nahezu täglich gegen Medienschaffende hetzt – die Presse ist in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Jahren in beispielloser Weise unter Beschuss geraten. Für einen informierten Diskurs über die Lage der Pressefreiheit sind fundierte Kenntnisse der Medienlandschaft und Medienpolitik sowie ihrer Geschichte nötig. Mit einem Themenschwerpunkt "Wahlen in den USA: Pressefreiheit unter Druck" anlässlich der Präsidenten- und Kongresswahl am 3. November will Reporter ohne Grenzen einen Beitrag dazu leisten, über diese Hintergründe aufzuklären.

363 Übergriffe auf Medienschaffende in den USA im Jahr 2020

Die Lebenspartnerin von Julian Assange, Stella Moris, gibt umringt von Unterstützerinnen und Unterstützern ein Statement vor dem Old Bailey in London ab
Großbritannien / USA13.10.2020

Assange-Verfahren: RSF kritisiert Intransparenz

Nachdem Reporter ohne Grenzen vier Wochen lang das Auslieferungsverfahren des Wikileaks-Gründers Julian Assange beobachtet hat, bekräftigt die Organisation ihre Forderung an Großbritannien, Assange umgehend freizulassen. Im Zeugenstand haben Expertinnen und Experten in den vergangenen Wochen zahlreiche Argumente dafür vorgelegt.

mehr
USA-Flagge
Themenschwerpunkt07.10.2020

Pressefreiheit vor der US-Wahl

Reporter ohne Grenzen fordert in einer Kampagne alle Kandidatinnen und Kandidaten für die Präsidenten- und Kongresswahlen in den USA auf, sich öffentlich zur Wahrung der Pressefreiheit zu bekennen. Zugleich startet RSF auf seiner Webseite einen Themenschwerpunkt zur Lage der Medien in den Vereinigten Staaten.

mehr
Einsatzkräfte sperren mit Pferden und Fahrrädern eine Straße ab
USA05.10.2020

#FreeThemAll: April Ehrlich

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in den USA dazu aufgerufen, die Anklage gegen die Journalistin April Ehrlich fallenzulassen. Ehrlich, die für den Radiosender Jefferson Public Radio arbeitet, war am 22. September in Medford County im Bundestaat Oregon festgenommen worden.

mehr
Einsatzkräfte bei einer Demonstration
USA03.10.2020

#FreeThemAll: Josie Huang

In Los Angeles ist die Journalistin Josie Huang am 12. September von mehreren Polizisten zu Boden gerissen und verhaftet worden. Huang, die für den Radiosender KPCC und die Nachrichtenseite LAist arbietet, hatte die Beamten mit ihrem Handy bei der Verhaftung eines Mannes gefilmt.

mehr
Polizisten bei einer Demonstration in Los Angeles
USA /Wahl-Ticker28.09.2020

Ermittlungen gegen Reporterin eingestellt

Die Staatsanwaltschaft von Los Angeles hat die Ermittlungen gegen die Reporterin Josie Huang eingestellt. Mitte September hatte die Polizei Huang gewaltsam festgenommen und mehrere Stunden in Gewahrsam behalten. Die Polizei warf ihr vor, eine laufende Festnahme gestört zu haben, und widersprach damit mehreren Videoaufnahmen des Vorfalls.

mehr
Alle Meldungen
am 21.10.2020 onlineOnline-VeranstaltungICS

Julian Assange: Staatsfeind oder Wahrheitskämpfer

Welche Tragweite hat eine mögliche Auslieferung von Julian Assange, welche Auswirkungen hatten die Veröffentlichungen von WikiLeaks und welche Bedeutung für die Pressefreiheit geht mit diesem Prozess einher? Dazu sprechen vier Expert*innen: Christian Mihr (RSF), Annette Dittert (Leiterin ARD Studio London), Dr. Ulf Buermeyer (GFF) und Dustin Hoffmann )Büroleiter MEP Martin Sonneborn).

mehr
Alle Veranstaltungen