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Irland

Der irische Medienmarkt ist stark konzentriert. Der Zeitungsmarkt wird vor allem vom Unternehmen Independent News and Media dominiert, der Fernsehmarkt vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTE. 2009 wurde der strenge Verleumdungsparagraph gelockert, doch noch immer müssen horrende Entschädigungen gezahlt werden, sodass immer wieder Forderungen nach einer erneuten Gesetzesänderung laut werden. Die Angst vor den Kosten führt bisweilen zu Selbstzensur, über manche Prominente wird deshalb kaum berichtet. Seit 2005 dürfen Polizist*innen nur mit Genehmigung ihrer Vorgesetzten Journalist*innen Auskünfte erteilen, was Interviews mit Quellen in der Polizei fast unmöglich gemacht hat. Ein positives Signal war 2018 das Referendum zur Entkriminalisierung von Blasphemie.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 13 von 180
Offener Brief:05.08.2020

Whistleblower umfassend schützen

Reporter ohne Grenzen, das Whistleblower-Netzwerk, Transparency International und mehrere andere zivilgesellschaftliche Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern umfassend in nationales Recht umzusetzen.

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EU-Gipfel21.07.2020

Einigung zu Rechtsstaatlichkeit nicht ausreichend

Reporter ohne Grenzen kritisiert die Einigung des Europäischen Rats über die Koppelung der Auszahlung von EU-Mitteln an die Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien wie der Pressefreiheit als nicht ausreichend. Von einem klaren Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit ist die in den Verhandlungen gefundene Formulierung weit entfernt.

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EU-Überwachungsexporte08.06.2020

Kommission muss auf Menschenrechten bestehen

Reporter ohne Grenzen und weitere Menschenrechtsorganisationen rufen die Europäische Kommission auf, bei der stockenden Reform der EU-Exportkontrollen für Überwachungstechnologie auf einem strikten Menschenrechtsschutz zu bestehen. Zuletzt legte die Kommission einen stark verwässerten Kompromissvorschlag vor.

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