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Pakistan

Medien in Pakistan geraten vor allem ins Visier des „Staats im Staate“ – ein Euphemismus für das mächtige Militär und die Geheimdienste des Landes. Journalist*innen droht Vergeltung, wenn sie mit ihrer Berichterstattung die vom Militär gezogenen roten Linien überschreiten. Zu den heiklen Themen gehören die – auch nur indirekte – Kritik an Militär und Regierung, der Verweis auf Bewegungen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen, und die Nennung des inhaftierten ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif. Seit dem Parlamentswahlkampf im Juli 2018 hat sich die Lage der Pressefreiheit weiter verschlechtert, nachdem kritische Medien wiederholt zensiert sowie Journalist*innen bedroht und tätlich angegriffen wurden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 145 von 180
Anwar Shah steht auf der linken Bildseite, trägt ein kariertes Hemd und blickt ernst in die Kamera; im Hintergrund ist eine weiße Leinwand zu sehen, auf der ganz oft "Reporter ohne Grenzen" steht
Pakistan / Deutschland04.02.2021

Pakistanischen Journalisten nicht abschieben

Reporter ohne Grenzen fordert die deutschen Behörden auf, den pakistanischen Journalisten Anwar Shah nicht abzuschieben. Sein Antrag auf Asyl wurde abgelehnt, obwohl Shah mit Unterstützung von RSF nachweisen kann, dass ihm aufgrund seiner journalistischen Arbeit über die Taliban und das pakistianische Militär von verschiedenen Seiten große Gefahr droht.

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Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

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Ein Polizist in Uniform und mit Maske
Pakistan17.11.2020

#FreeThemAll: Mir Shakil-ur-Rahman

In Pakistan befindet sich Mir Shakil-ur-Rahman, seines Zeichens Inhaber der Jang Media Group, seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr im Gefängnis. Ein Antrag auf eine Haftentlassung gegen Kaution wurde von einem Gericht in der Stadt Lahore mittlerweile bereits zweimal abgewiesen.

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