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Pakistan

Medien in Pakistan geraten vor allem ins Visier des „Staats im Staate“ – ein Euphemismus für das mächtige Militär und die Geheimdienste des Landes. Journalist*innen droht Vergeltung, wenn sie mit ihrer Berichterstattung die vom Militär gezogenen roten Linien überschreiten. Zu den heiklen Themen gehören die – auch nur indirekte – Kritik an Militär und Regierung, der Verweis auf Bewegungen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen, und die Nennung des inhaftierten ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif. Seit dem Parlamentswahlkampf im Juli 2018 hat sich die Lage der Pressefreiheit weiter verschlechtert, nachdem kritische Medien wiederholt zensiert sowie Journalist*innen bedroht und tätlich angegriffen wurden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 157 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Pakistan06.10.2021

Regierung will zentrale Zensurbehörde schaffen

Neue Kritikverbote, Geldstrafen für Medien, strenge Lizenzvorschriften – Reporter ohne Grenzen ist besorgt über den Entwurf eines neuen Mediengesetzes in Pakistan. Das trotz breitem Protest der Zivilgesellschaft geplante Gesetz würde eine mächtige neue Behörde schaffen, mit der die Regierung die Informationsfreiheit im Internet einschränken könnte.

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Ein Mann mit dunklen Haaren
Pakistan19.06.2021

#FreeThemAll: Hamid Mir

In Pakistan sind die TV-Sendungen des Fernsehmoderators Hamid Mir vorübergehend abgesetzt worden. Gegenüber Reporter ohne Grenzen sagte Mir, das Management des Fernsehsenders Geo News habe ihm mitgeteilt, dass er „nicht mehr senden“ dürfe.

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