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Ruanda

Ruandas Regierung bedrängt und schikaniert in- wie ausländische Journalisten, um eine unabhängige Berichterstattung zu verhindern. Medienmitarbeiter werden zu Verhören beim Geheimdienst einbestellt, festgenommen oder angegriffen. Manche werden zu Haftstrafen verurteilt, viele sind ins Ausland geflohen. Selbstzensur ist häufig. Gerichte können die Offenlegung journalistischer Quellen anordnen. Sogar Journalisten in Nachbarländern werden vom Geheimdienst bedroht und in den Staatsmedien verunglimpft. Zwei Morde an ruandischen Journalisten 2010 und 2011 wurden nicht überzeugend untersucht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 155 von 180
Blick auf die Gebäude einer Stadt, im Vordergrund Bäume und Büsche
Ruanda26.03.2021

#FreethemAll: Dieudonné Niyonsenga

Der Journalist Dieudonné Niyonsenga ist in Ruanda nach fast einem Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden. Niyonsenga, der in Ruanda durch seinen YouTube-Nachrichtenkanal Ishema TV bekannt ist, war ursprünglich in der Hauptstadt Kigali verhaftet worden.

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Subsahara-Afrika04.12.2020

Einschränkungen der Pressefreiheit wegen Corona

Reporter ohne Grenzen und Cartooning for Peace haben die Verstöße gegen die Informations- und Pressefreiheit, die im Zuge der Covid-19-Pandemie in Subsahara-Afrika zugenommen haben, dokumentiert. Gewalt gegenüber Medienschaffenden, neue repressive Regierungsdekrete und mangelnde staatliche Subventionen treten verstärkt auf.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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