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Bahrain

Seit dem Beginn von Pro-Demokratie-Protesten im Jahr 2011 unterbindet Bahrain jede unabhängige Berichterstattung. Die Behörden sperren kritische Webseiten, kontrollieren das Internet umfassend und setzen es gezielt zur Überwachung von Dissident*innen ein. Viele Journalist*innen und Bürgerjournalist*innen wurden aufgrund von Vorwürfen wie Teilnahme an Demonstrationen, Zerstörung von Eigentum oder Terrorunterstützung zu langjährigen, manchmal lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Viele Festgenommene berichten von Folter, mehrere starben in Polizeihaft. Seit 2016 bekommen bahrainische Journalist*innen, die für ausländische Medien arbeiten, nur schwer neue Akkreditierungen. Für ausländische Medienschaffende ist es sehr schwierig, ein Journalistenvisum zu erhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 169 von 180
Bahrain27.04.2020

#FreeThemAll: Mahmoud al-Jaziri

Der Journalist Mahmoud al-Jaziri befindet sich seit Dezember 2015 in dem Golfstaat Bahrain in Haft. Er wurde am 8. April in eine Einzelzelle verlegt, weil er kurz zuvor in einem auf YouTube veröffentlichten Audioclip scharfe Kritik an der bahrainischen Regierung geübt hatte.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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WhatsApp Logo auf einem Smartphone
Überwachung30.10.2019

Kampfansage von WhatsApp

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Klage von WhatsApp gegen den israelischen Überwachungstechnologie-Anbieter NSO Group. „Diese Klage ist ein entscheidendes Signal gegen Überwachungsexzesse und sollte zum Vorbild für andere Technologieunternehmen werden", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

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