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Bahrain

Seit dem Beginn von Pro-Demokratie-Protesten im Jahr 2011 unterbindet Bahrain jede unabhängige Berichterstattung. Die Behörden sperren kritische Webseiten, kontrollieren das Internet umfassend und setzen es gezielt zur Überwachung von Dissident*innen ein. Viele Journalist*innen und Bürgerjournalist*innen wurden aufgrund von Vorwürfen wie Teilnahme an Demonstrationen, Zerstörung von Eigentum oder Terrorunterstützung zu langjährigen, manchmal lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Viele Festgenommene berichten von Folter, mehrere starben in Polizeihaft. Seit 2016 bekommen bahrainische Journalist*innen, die für ausländische Medien arbeiten, nur schwer neue Akkreditierungen. Für ausländische Medienschaffende ist es sehr schwierig, ein Journalistenvisum zu erhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 168 von 180
Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Gebäude einer Stadt
Bahrain01.04.2021

#FreeThemAll: Abduljalil al-Singace

Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren befindet sich der Blogger und Journalist Abduljalil al-Singace in Bahrain in Haft. Polizisten hatten ihn festgenommen, nachdem er auf seiner Webseite einen Artikel über die Menschenrechtssituation in Bahrain veröffentlicht hatte.

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Mit einer Lupe wird das Zeichen von Whatsapp sowie der Name an sich auf einem Computerbildschirm vergrößert
Überwachungsstreit24.12.2020

Unterstützung für WhatsApp-Klage gegen NSO

Reporter ohne Grenzen schaltet sich in den Rechtsstreit zwischen WhatsApp und dem israelischen Überwachungsunternehmen NSO Group ein. WhatsApp klagt gegen NSO, weil mit dessen Technologie Nutzerinnen und -Nutzer seines populären Messengerdienstes ausgeforscht wurden, darunter viele Journalistinnen und Menschenrechtsaktivisten.

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