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Griechenland

Angriffe auf Journalist*innen, gerade bei Demonstrationen, sind in Griechenland häufig. Sie gehen von Rechts- wie von Linksextremen, aber auch von der Polizei aus. Die Polizei setzt auch Gewalt und willkürliche Verbote ein, um die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise auf den griechischen Inseln zu behindern. Nach dem Wahlsieg der konservativen Partei Nea Demokratia 2019 wurden der öffentliche Rundfunk ERT und die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA per Präsidentialdekret direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt. ERT sendete in der Folge zensierte Berichte über die Lage in den Flüchtlingslagern. Auch im Zusammenhang mit der Corona-Krise versuchte die Regierung, die Berichterstattung zu beeinflussen. Im April 2021 wurde in Athen ein Polizeireporter ermordet – der erste Journalistenmord in Griechenland seit elf Jahren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 70 von 180
Porträt eines grauhaarigen Mannes im Halbprofil vor einem unscharfen Hintergrund
Niederlande/Europa16.07.2021

Vierter Journalistenmord in der EU in vier Jahren

Nach dem Tod von Peter R. de Vries fordert Reporter ohne Grenzen die Niederlande auf, den Mordanschlag auf den Kriminalreporter lückenlos aufzuklären und so mit gutem Beispiel voranzugehen. An die anderen Länder der Europäischen Union appelliert RSF, Journalistinnen und Journalisten besser vor organisierter Kriminalität zu schützen.

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Schriftzug Schwarz auf Weiß "The People's Declaration"
Digital Services Act13.07.2021

„People’s Declaration“ für Grundrechte im Netz

Technologien müssen den Menschen dienen, anstatt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zu gefährden – ausgehend von dieser Maxime wenden sich Reporter ohne Grenzen (RSF) und 30 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen mit einer gemeinsamen Erklärung, der „People’s Declaration“, an das Europäische Parlament.

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Ein Mann spricht in Mikrofone.
Griechenland11.05.2021

#FreeThemAll: Kostas Vaxevanis

Nach dem Mord an dem Journalisten Giorgos Karaivaz und Berichten über Morddrohungen gegen einen weiteren Journalisten hat Reporter ohne Grenzen die griechische Polizei aufgefordert, Medienschaffende im Land besser zu schützen.

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©ddp images
Länderbericht

Auch Medien Opfer der Krise

Im Jahr 2011 gerieten Dutzende Reporter und Fotografen bei Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung zwischen die Fronten und erlitten Verletzungen. Medienhäuser schlossen, weil Anzeigen wegbrachen; Hunderte Journalisten verloren ihre Jobs.

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