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Vereinigte Arabische Emirate

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben die digitale Überwachung von Journalist*innen perfektioniert. Viele werden aufgrund eines seit 2012 geltenden Gesetzes gegen Internetkriminalität bestraft. Bürgerjournalist*innen oder Blogger*innen müssen bei der geringsten Kritik an der Regierung mit Strafverfolgung, langen Haftstrafen und Misshandlung im Gefängnis rechnen. Zu den gängigen Vorwürfen gehören Verleumdung, Verunglimpfung des Staates oder die Verbreitung falscher Informationen, um den Ruf des Landes zu schädigen. Auf dem Papier garantiert die Verfassung Meinungsfreiheit, doch das Pressegesetz von 1980 erlaubt die Zensur einheimischer wie ausländischer Medien bei Kritik an Innenpolitik, Wirtschaft, Herrscherfamilien oder Religion der VAE.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 138 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Mit einer Lupe wird das Zeichen von Whatsapp sowie der Name an sich auf einem Computerbildschirm vergrößert
Überwachungsstreit24.12.2020

Unterstützung für WhatsApp-Klage gegen NSO

Reporter ohne Grenzen schaltet sich in den Rechtsstreit zwischen WhatsApp und dem israelischen Überwachungsunternehmen NSO Group ein. WhatsApp klagt gegen NSO, weil mit dessen Technologie Nutzerinnen und -Nutzer seines populären Messengerdienstes ausgeforscht wurden, darunter viele Journalistinnen und Menschenrechtsaktivisten.

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