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Andorra

Nach Jahrzehnten der Geldwäsche und Steuerhinterziehung ist Andorra noch weit davon entfernt, seinen Ruf als Steueroase abzulegen. Der Finanzsektor ist nach wie vor mächtig und der allgegenwärtige Einfluss von Staat, Wirtschaft und katholischer Kirche bestimmt Umfeld der Medien. Das Problem wird durch die Größe des Zwergstaats verschärft, die wenig Raum für Privatsphäre, Anonymität und Unabhängigkeit lässt, drei unverzichtbare Bedingungen für die Pressefreiheit. Bei den Parlamentswahlen im Frühjahr 2019 blieb Andorra die europaweite Welle der Feindseligkeit gegenüber Journalist*innen nicht erspart.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 53 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Sandstrand mit Meer
Nordzypern01.07.2021

#FreeThemAll: Deniz Abidin

In Nordzypern müssen sich die Journalisten Deniz Abidin, Kazim Denizci und Esengul Aykac wegen vor Gericht verantworten. Anlass für das Verfahren ist ihre Veröffentlichung eines Telefonats einer Mitarbeiterin des nordzypriotischen Innenministeriums.

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