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Schweden

Schweden war das erste Land weltweit, das Pressefreiheit garantierte – schon 1766. Zusätzlich gestärkt wird die Pressefreiheit durch ein 1991 in der Verfassung verankertes „Grundrecht auf Meinungsäußerung“. Journalist*innen genießen Quellenschutz, alle Bürger*innen haben einen einklagbaren Zugang zu Behördeninformationen. Online-Attacken auf Journalist*innen werden häufiger, werden aber von Polizei und Justiz auch zunehmend aktiv bekämpft. Die Gefahr der Selbstzensur aber bleibt. 2019 wurden schwedische Medien und Journalist*innen von China scharf angegriffen und bedroht, vor allem wegen Medienberichten über Hongkong und Taiwan oder den schwedisch-chinesischen Verleger und Autor Gui Minhai, der seit 2015 in China inhaftiert ist. Iranische Exiljournalisten in Schweden wurden vom iranischen Regime angegriffen und bedroht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 4 von 180
Dawit Isaak
Eritrea / Schweden22.10.2020

RSF stellt Strafanzeige gegen Eritreas Präsident

Reporter ohne Grenzen hat in Schweden Strafanzeige gegen Eritreas Präsident Isaias Afewerki gestellt. Die Organisation wirft Afewerki sowie sieben weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern Eritreas Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, weil sie den eritreisch-schwedischen Journalisten Dawit Isaak seit 2001 festhalten.

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Denkmal für die Opfer des Schiffsunglücks
Schweden15.10.2020

Aufarbeitung von Estonia-Unglück ermöglichen

In Schweden sind Regisseur und Kameramann einer neuen Dokumentarserie über den Untergang der Fähre MS Estonia im Jahr 1994 wegen der „Verletzung einer Grabstätte“ angeklagt worden. Hintergrund sind die Dreharbeiten am Wrack des Schiffes auf dem Grund der Ostsee. Solche Dokumentationsarbeiten sind jedoch von der Pressefreiheit geschützt.

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Offener Brief:05.08.2020

Whistleblower umfassend schützen

Reporter ohne Grenzen, das Whistleblower-Netzwerk, Transparency International und mehrere andere zivilgesellschaftliche Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern umfassend in nationales Recht umzusetzen.

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