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Schweden

Schweden war das erste Land weltweit, das Pressefreiheit garantierte – schon 1766. Zusätzlich gestärkt wird die Pressefreiheit durch ein 1991 in der Verfassung verankertes „Grundrecht auf Meinungsäußerung“. Journalist*innen genießen Quellenschutz, alle Bürger*innen haben einen einklagbaren Zugang zu Behördeninformationen. Online-Attacken auf Journalist*innen werden häufiger, werden aber von Polizei und Justiz auch zunehmend aktiv bekämpft. Die Gefahr der Selbstzensur aber bleibt. 2019 wurden schwedische Medien und Journalist*innen von China scharf angegriffen und bedroht, vor allem wegen Medienberichten über Hongkong und Taiwan oder den schwedisch-chinesischen Verleger und Autor Gui Minhai, der seit 2015 in China inhaftiert ist. Iranische Exiljournalisten in Schweden wurden vom iranischen Regime angegriffen und bedroht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 4 von 180
Drei Flaggen der EU wehen an langen Fahnenstangen vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
EU-Aktionsplan für Demokratie27.11.2020

Zehn Empfehlungen an die EU

Bevor die Europäische Kommission am 2. Dezember ihren Aktionsplan für Demokratie vorstellt, legt Reporter ohne Grenzen den europäischen Institutionen zehn Empfehlungen vor, wie sie auf die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Grundrechte reagieren sollten - besonders im Hinblick auf die Pressefreiheit.

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Ein Journalist steht mit einer Kamera auf der Schulter vor einem geschlossenen Gerichtssaal
Gastbeitrag19.11.2020

SLAPP-Klagen in der EU erschweren

Als eine Gruppe zivilgesellschaftlicher Organisationen sehen wir den Fall der ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia als eine der schwerwiegendsten SLAPPs der jüngeren Geschichte. Unter dem Begriff "SLAPP" werden Klagen zusammengefasst, die kritische Stimmen von Medienschaffenden und der Zivilgesellschaft verhindern sollen.

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Smartphone, auf dem Whatsapp geöffnet ist
EU-Vorstoß zu Messengerdiensten17.11.2020

Verschlüsselung nicht in Frage stellen

Reporter ohne Grenzen und Netzwerk Recherche fordern die Regierungen der EU-Staaten auf, die Vertraulichkeit verschlüsselter Messengerdienste nicht in Frage zu stellen. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags von Wien unternimmt der EU-Ministerrat derzeit einen neuen Vorstoß, um Sicherheitsbehörden den Zugriff auf verschlüsselte Chats zu ermöglichen.

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