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Spanien

Hetze gegen Journalist*innen ist in Spanien weit verbreitet. Diese Situation spitzte sich 2019 zu, als die Rechtspopulisten zur dritten politischen Kraft wurden. Journalist*innen werden in sozialen Medien beschimpft und physisch bedrängt, Politiker*innen beleidigen sie öffentlich und verweigern ihnen Zugang zu Veranstaltungen. In Katalonien wurden Journalist*innen 2019 in einem Klima extremer Polarisierung zum Ziel tätlicher Gewalt seitens der Polizei und von Separatist*innen. Investigativjournalist*innen werden bedroht und juristisch gegängelt. Auch wenn die meisten Verfahren erfolglos sind, stellen spanische Medienschaffende eine wachsende Tendenz bei Justiz und Polizei fest, Quellenschutz und investigativen Journalismus zu behindern. Im Jahr 2020 hatten Spaniens Journalist*innen angesichts der Corona-Krise mit mangelnder Transparenz seitens der Behörden zu kämpfen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 32 von 180
Überwachung17.05.2022

Quasi-Verbot vertraulicher Kommunikation

Reporter ohne Grenzen ist alarmiert über den Entwurf einer EU-Verordnung zur verdachtsunabhängigen Überwachung vertraulicher Kommunikation. Die EU-Kommission hat einen Entwurf zur Regulierung von Plattformen und Messengern veröffentlicht, um den sexuellen Missbrauch von Kindern und die Verbreitung entsprechenden Bild- und Videomaterials zu bekämpfen.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Schriftzug Schwarz auf Weiß "The People's Declaration"
Digital Services Act13.07.2021

„People’s Declaration“ für Grundrechte im Netz

Technologien müssen den Menschen dienen, anstatt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zu gefährden – ausgehend von dieser Maxime wenden sich Reporter ohne Grenzen (RSF) und 30 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen mit einer gemeinsamen Erklärung, der „People’s Declaration“, an das Europäische Parlament.

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