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Tunesien

Seit der Revolution von 2011 ist eine vielfältige, teils sehr politisierte Medienlandschaft entstanden. Die Verfassung von 2014 hat ungeachtet einiger Schwachstellen große Fortschritte für die Pressefreiheit gebracht. Bei der Reform der Mediengesetze gibt es zwar immer wieder Rückschläge und Verzögerungen, dennoch bleibt die Pressefreiheit eines der wichtigsten Ziele des demokratischen Übergangs. In der Praxis wurden Journalist*innen in den vergangenen Jahren oft bedroht oder gewaltsam angegriffen und vor allem bei Kritik an Amtsträger*innen schnell verklagt. Seit der Wahl von 2019 hat sich das Klima deutlich verschlechtert. Vor allem rechte Politiker*innen nehmen die Medien offen ins Visier, Hassrede und Diffamierung nehmen zu.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 94 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Die Hauptstadt von Tunesien, Tunis, zu sehen sind historische Ruinen
Tunesien17.09.2021

#FreeThemAll: Ghaya Ben Mbarek

Bei Protesten in der tunesischen Hauptstadt Tunis haben Polizisten insgesamt neun Journalistinnen und Journalisten verletzt. Zu den Demonstrationen hatte die Bewegung Manech Msalmine aufgerufen.

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