Weltkarte wird geladen...
Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
Klicken Sie auf ein Land, um detaillierte Informationen anzuzeigen. Verwenden Sie die Pfeiltasten zur Navigation, Enter zur Auswahl.
Republik Kongo
Zentral- und südliches AfrikaDie Regierung übt großen Einfluss auf die Medien aus. Die Medienlandschaft scheint zwar pluralistisch, doch ist Selbstzensur nach wie vor verbreitet. Willkürliche Verhaftungen von Journalist*innen sind zwar selten, doch drohen lange Haftstrafen.
MEDIEN
Die Medienlandschaft in der Republik Kongo ist mit rund 20 privaten Fernsehsendern, 20 Zeitungen und 40 Radiosendern sehr vital. Digital Radio Télévision (DRTV), der erste private Fernsehsender des Landes, und Vox TV sind die populärsten Sender. Das private Radio Mucodec ist ebenfalls sehr beliebt. Les Dépêches de Brazzaville ist die einzige Tageszeitung, die 1952 gegründete Wochenzeitung La Semaine africaine die älteste Publikation. Obwohl die Medienlandschaft lebendig und vielfältig zu sein scheint, wird unabhängige Berichterstattung durch die Nähe oder Zugehörigkeit vieler Medien, insbesondere der Fernsehsender, zu regierungsnahen Personen stark beeinträchtigt.
POLITIK
In dem autoritären Regime, das seit 1997 wieder unter der Führung von Präsident Denis Sassou-Nguesso steht, sind Druck, Drohungen, Sanktionen und Selbstzensur an der Tagesordnung, sobald über das Staatsoberhaupt oder seine Gefolgsleute berichtet wird. Die Regierung hat großen Einfluss auf die Ernennung und Entlassung der Leiter staatlicher Medien. Der Vorsitzende der Medienaufsichtsbehörde Conseil supérieur de liberté de communication wird vom Präsidenten ernannt.
GESETZE
Es gibt drei Rechtsinstrumente, die die freie Ausübung des Journalismus gewährleisten sollen: das Gesetz über Informations- und Kommunikationsfreiheit, das Gesetz über Pluralismus im öffentlichen Rundfunk und das Gesetz, das den Rahmen für die Medienaufsichtsbehörde bildet. Diese auf den ersten Blick günstigen Rahmenbedingungen werden in der Praxis jedoch nicht ausgefüllt; Medienschaffende werden mitunter willkürlich inhaftiert. Im Dezember 2022 suspendierte der Hohe Rat für Kommunikationsfreiheit den Sender Vox TV für eine Woche, ohne die Inhalte zu benennen, die die Suspendierung veranlasst hatten, und ohne zuvor die Vertreter des Senders zu befragen. Der Leiter von Vox TV kündigte einige Tage später seinen Rücktritt an.
WIRTSCHAFT
Mehrere führende Medien, darunter die drei Fernsehsender Top TV, MNTV, CB+ in Brazzaville und DVS+in Pointe Noire, mussten in den vergangenen Jahren aus wirtschaftlichen Gründen schließen, was die prekäre Lage des Sektors verdeutlicht. Nur staatliche Medien erhalten staatliche Unterstützung, während die Möglichkeiten privater Medien durch die geringe Größe des Werbemarkts stark eingeschränkt sind.
SICHERHEIT
Einschüchterungen in den sozialen Medien, Drohungen am Telefon, willkürliche Verhaftungen und Inhaftierungen oder Ausweisungen bzw. Zwangsexil: Medienschaffende sind täglich realen Bedrohungen ausgesetzt, vor allem dann, wenn sie die Regierung kritisieren oder Interviews mit Vertreter*innen der Opposition führen. 2021 wurde der Verleger Raymond Malonga im Rahmen einer Diffamierungskampagne zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt; hinter der Kampagne stand die Ehefrau des Chefs der Sicherheitsdienste. Der Fall erinnert an den eines anderen Herausgebers, der zwei Jahre zuvor willkürlich für 18 Monate inhaftiert worden war. In beiden Fällen blieben die Täter ungestraft.
Ihr Ansprechpartner
Aktuelles
- Rangliste der Pressefreiheit 2026
Nur noch ein Prozent der Weltbevölkerung lebt in Ländern mit „guter“ Pressefreiheit
Fünf Kernpunkte der Rangliste der Pressefreiheit 2026: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit fallen mehr als die Hälfte aller Länder und Territorien der Welt in...

- RSF-Empfehlungen
Das sollten Demokratien aus der Rangliste der Pressefreiheit 2026 lernen
Die Kriminalisierung journalistischer Arbeit ist inzwischen eine der größten Bedrohungen für Demokratien weltweit. Das zeigt die heute veröffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2026 von Reporter...

- Jahresbilanz der Pressefreiheit
Jahresbilanz 2025: 67 getötete Reporter*innen, über 500 in Haft
Journalist*innen weltweit waren auch im Jahr 2025 enorm gefährdet. Das liegt vor allem an bewaffneten Konflikten und dem organisierten Verbrechen: Mindestens 53 der 67 im Zeitraum 1. Dezember 2024 bis...

Rangliste der Pressefreiheit 2024
Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlicht am Freitag, 3. Mai 2024, die Rangliste der Pressefreiheit 2024. Sie spiegelt die Situation von Journalistinnen, Journalisten und Medien in 180 Ländern und...

- Jahresbilanz der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Jahresbilanz der Pressefreiheit
Angriffe auf die Pressefreiheit in Zahlen: Reporter ohne Grenzen veröffentlicht am kommenden Mittwoch (14. Dezember) die Jahresbilanz der Pressefreiheit 2022. Darin ziehen wir Bilanz, wie viele...

Neue Rangliste der Pressefreiheit 2022
Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlicht am Dienstag, 3. Mai 2022, die Rangliste der Pressefreiheit 2022. Sie spiegelt die Situation von Journalistinnen, Journalisten und Medien in 180 Ländern und...

- Rangliste der Pressefreiheit 2015
Weltweites Schlusslicht der Pressefreiheit
Unter den Flüchtlingen, die übers Mittelmeer nach Europa kommen, sind auffallend viele Männer und Frauen aus Eritrea, die dem menschenverachtenden System des Diktators Isaias Afewerki entkommen...

- International
Rangliste der Pressefreiheit 2015 veröffentlicht
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die Rangliste der Pressefreiheit 2015. In der Mehrzahl der 180 bewerteten Länder ist die Lage für Journalisten und unabhängige Medien im vergangenen Jahr...

- International
Jahresbilanz 2014: Deutlich mehr Entführungen
Journalisten müssen immer öfter damit rechnen, bei ihrer Arbeit entführt zu werden: Im zu Ende gehenden Jahr hat Reporter ohne Grenzen (ROG) weltweit 119 Entführungen von Journalisten gezählt – 37...

- International
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Sie zeigt, wie stark die Dominanz der Sicherheitsbehörden die Arbeit von Journalisten in vielen Ländern...

- International
ROG-Jahresbilanz: Doppelt so viele Journalisten entführt wie 2012
Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mehr als doppelt so viele Journalisten entführt worden wie 2012. Ihre Zahl stieg auf 87 im Vergleich zu 38 im Vorjahr. Das geht aus der heute veröffentlichten...

- International
ROG veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit
Reporter ohne Grenzen veröffentlicht heute die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit. Besonders in den arabischen Ländern wird nach den Umbrüchen und Protesten des Jahres 2011 erkennbar, ob...

Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet
88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet – mehr als je zuvor, seit Reporter ohne Grenzen 1995 die erste Jahresbilanz veröffentlichte. Das geht aus...

- Rangliste der Pressefreiheit
Aufstände in den arabischen Ländern verändern Rangliste stark / Wachsende Gegensätze in Europa
Wie eng Demokratie und Medienfreiheit zusammenhängen, zeigt die Rangliste der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen (ROG) in diesem Jahr zum 10. Mal herausgibt. Die Liste spiegelt die...

- ROG-Bilanz 2011
66 Journalisten getötet / Zahl der Festnahmen und Übergriffe wieder gestiegen
Mindestens 66 Journalisten sind bereits in diesem Jahr während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind neun Reporter mehr als im Vorjahr (2010: 57 Journalisten). Auch die Zahl...
