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Serbien

Seitdem Aleksandar Vučić seit 2014 die Politik Serbiens bestimmt, können Journalist*innen dort weder auf Sicherheit noch auf Schutz durch den Staat zählen. Anschläge auf Medien und Todesdrohungen gegen Journalist*innen haben zugenommen. Die Täter werden zum einen nur in seltenen Fällen verfolgt, zum anderen leiden die Opfer unter sich endlos hinziehenden Gerichtsverfahren wie im Fall des Journalisten Milan Jovanovic. Regierungstreue Medien verunglimpfen Investigativreporter*innen. Selbst Regierungsvertreter*innen hetzen gegen Medienschaffende. Wer dennoch zu heiklen Themen wie organisierter Kriminalität oder Korruption recherchiert, kann seine Berichte meist nur in Publikationen mit begrenzter Reichweite veröffentlichen. Der Medienmarkt ist sehr stark konzentriert, und der Staat übt als größter Geldgeber und Werbekunde erheblichen Einfluss auf die Berichterstattung aus.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 79 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Tag der Pressefreiheit28.04.2022

Fotos für die Pressefreiheit 2022

Die Klimakrise, bewaffnete Konflikte und die Corona-Pandemie haben das Jahr 2021 geprägt. Welche Folgen diese Ereignisse für die Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern hatten, zeigt der neue Band „Fotos für die Pressefreiheit 2022“ von Reporter ohne Grenzen, der am 3. Mai erscheint.

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Demonstrierende halten ein Schild, auf dem das abgebrannte Haus von Milan Jovanovic zu sehen ist. Unten auf dem Schild ist der Schriftzug "Auf was warten wir?" zu lesen. © picture alliance/AP Photo | Darko Vojinovic
Serbien29.12.2021

Der Staat schafft keine Gerechtigkeit

Das Berufungsgericht in Belgrad hat die erstinstanzliche Verurteilung der Personen aufgehoben, die angeklagt waren, im Jahr 2018 das Haus von Milan Jovanovic in Brand gesetzt zu haben. Die Behörden müssen das neue Verfahren schnell auf den Weg bringen und den Journalisten weiter unter Polizeischutz stellen.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Tod unter ungeklärten Umständen

In vielen Ländern werden Gewaltverbrechen an Journalisten nicht glaubwürdig verfolgt. Ein Beispiel ist der Fall der Journalistin Radislava Dada Vujasinovic, die 1994 in ihrem Elternhaus in Belgrad erschossen aufgefunden wurde.

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