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Guatemala

In Guatemala müssen Journalist*innen, die über Korruption, organisierte Kriminalität oder Menschenrechtsverbrechen während der Zeit des Bürgerkriegs berichten, mit Einschüchterungsversuchen und Drohungen rechnen. Immer wieder werden Journalist*innen ermordet. Bei Kritik an ranghohen Politiker*innen drohen Verleumdungsklagen und der Entzug lukrativer Werbeanzeigen. Die Medienlandschaft ist stark konzentriert. Lokalradiosender der indigenen Bevölkerung müssen oft illegal arbeiten, weil sie infolge diskriminierender Gesetze Probleme haben, Frequenzen zu bekommen. 2016 sollte ein nationales Schutzprogramm für Journalist*innen in Kraft treten, was jedoch seitdem mehrfach verschoben wurde.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 116 von 180
Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Guatemala-Stadt; auf der linken Bildseite ist ein herrschaftliches Gebäude zu sehen, auf der rechten Seite weht die Nationalflagge (vertiakl blau-weiß gestreift)
Guatemala23.01.2021

#FreeThemAll: Anastasia Mejia

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Guatemala dazu aufgefordert, umgehend ihre Vorwürfe gegen die Journalistin Anastasia Mejia fallenzulassen. Mejia hatte vor allem über indigene Landrechte, Umweltfragen und Korruption berichtet.

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Fotograf fotografiert einen Hubschrauber, der mit Wasser die Waldbrände bekämpft.
International26.08.2020

Umweltjournalismus: Gefährliche Recherchen

Umweltjournalistinnen und Umweltjournalisten geraten in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Weltweit wurden mindestens zehn Medienschaffende, die zu Umweltthemen berichteten, in den vergangenen fünf Jahren getötet. Insgesamt zählte RSF in diesem Zeitraum 53 Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit Umweltjournalismus.

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