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Guatemala

In Guatemala müssen Journalist*innen, die über Korruption, organisierte Kriminalität oder Menschenrechtsverbrechen während der Zeit des Bürgerkriegs berichten, mit Einschüchterungsversuchen und Drohungen rechnen. Immer wieder werden Journalist*innen ermordet. Bei Kritik an ranghohen Politiker*innen drohen Verleumdungsklagen und der Entzug lukrativer Werbeanzeigen. Die Medienlandschaft ist stark konzentriert. Lokalradiosender der indigenen Bevölkerung müssen oft illegal arbeiten, weil sie infolge diskriminierender Gesetze Probleme haben, Frequenzen zu bekommen. 2016 sollte ein nationales Schutzprogramm für Journalist*innen in Kraft treten, was jedoch seitdem mehrfach verschoben wurde.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 124 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Die verschwundene Journalistin und Aktivistin Razan Zaitouneh
Straflosigkeit28.08.2021

RSF erinnert an verschwundene Journalisten

Anlässlich des Internationalen Tages der Verschwundenen am 30. August erinnert Reporter ohne Grenzen (RSF) an Medienschaffende, die zum Teil schon vor Jahrzehnten spurlos verschwunden sind. Bis heute wissen ihre Angehörigen nicht, was mit ihnen geschehen ist.

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Blau-weiße Flagge
Guatemala19.08.2021

#FreeThemAll: Pedro Alfonso Guadrón Hernández

In Guatemala ist der Journalist Pedro Alfonso Guadrón Hernández ermordet worden. Laut übereinstimmenden Medienberichten feuerten bislang nicht identifizierte Angreifer mehrere Schüsse auf Hernández ab, der später seinen Verletzungen erlag.

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