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Afghanistan

Journalist*innen in Afghanistan schweben in akuter Lebensgefahr, denn seit dem Siegeszug der Taliban ist einer der größten Feinde der Pressefreiheit weltweit an der Macht. Auch die Zukunft der in den vergangenen zwanzig Jahren entstandenen lebendigen und durchaus pluralen Medienlandschaft mit Dutzenden TV- und Radiosendern und nahezu 200 Printmedien ist mehr als ungewiss. In von den Taliban kontrollierten Gebieten arbeitende Medien, die noch nicht schließen mussten, senden nur noch religiöse und von den Kämpfern vorgegebene Inhalte. Schon vor der jüngsten Machtübernahme war die Arbeit für Medienschaffende vor Ort gefährlich. In den vergangenen Jahren verübte dort neben den Taliban auch der „Islamische Staat“ Anschläge, bei denen zahlreiche Medienschaffende ums Leben kamen. Die Lage ist insbesondere für Reporterinnen gefährlich, denn sie sind in zweifacher Hinsicht bedroht: als Frau und als Journalistin.

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Rangliste der Pressefreiheit — Platz 156 von 180
Videointerview mit dem Journalisten Ahmad Wahid Payman. Er konnte Afghanistan mit Hilfe von Reporter ohne Grenzen Anfang September verlassen.
Afghanistan12.08.2022

Journalismus blutet aus

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan am 15. August 2021 ist die Medienlandschaft um mehr als ein Drittel geschrumpft. 59,7 Prozent der Medienschaffenden arbeiten nicht länger in ihrem Beruf. Das geht aus einer Erhebung von Reporter ohne Grenzen hervor. Besonders betroffen sind Journalistinnen.

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Ein Taliban-Kämpfer hält Wache in Kabul.
Afghanistan11.08.2022

Kaskade der Versäumnisse

Ein Jahr nach dem Sturm der Taliban auf Kabul am 15. August 2021 blickt Reporter ohne Grenzen (RSF) zurück auf erfolgreiche Evakuierungen dank der Zivilgesellschaft, auf persönliche Schicksale sowie auf die Fähigkeiten und Wünsche afghanischer Journalistinnen und Journalisten im hiesigen Exil.

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European Fund for Journalism in Exile21.07.2022

JX Fund vergibt erneut Fördermittel an Exilmedien

Seit seiner Gründung hat der JX Fund – European Fund for Journalism in Exile bereits 15 Exilmedien in sieben verschiedenen Ländern sowie den Ausbau eines Media Hubs in Georgien unterstützt. In der letzten der bislang drei Vergaberunden Mitte Juni wurden insgesamt sieben russische und belarussische Medien für eine Förderung ausgewählt.

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