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Brasilien

Brasilien ist für Medienschaffende eines der gefährlichsten Länder Lateinamerikas. Immer wieder werden Journalist*innen ermordet. Meist berichteten sie über Korruption, Missstände in den Behörden oder über das organisierte Verbrechen. Viele andere Journalist*innen werden bedroht oder auf Demonstrationen tätlich angegriffen. Seit dem Wahlkampf, der Präsident Jair Bolsonaro 2018 ins Amt brachte, prägen Hetze, Desinformation und Gewalt das Klima gegenüber Journalist*innen; der Präsident und seine Söhne sind daran aktiv beteiligt. Für die Corona-Krise, die das Land so hart traf wie kaum ein anderes, machte Bolsonaro die Journalist*innen verantwortlich, die darüber berichteten. In der Krise wurde zudem die Informationsfreiheit weiter eingeschränkt. Der journalistische Quellenschutz ist ständigen Angriffen ausgesetzt, etliche investigative Journalist*innen kamen wegen ihrer Recherchen vor Gericht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 110 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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#TheTruthWins11.03.2022

Neue RSF-Kampagne gegen Internetzensur

Angesichts der beispiellosen Angriffe, die Russland im Zuge des Krieges gegen die Ukraine auf unabhängige Medien unternommen hat, startet Reporter ohne Grenzen eine Solidaritätskampagne. Sie unterstützt Medien und Medienschaffende, die digitaler Repression ausgesetzt sind. „The Truth Wins“ nutzt Twitter, um auf die Bedrohung der Pressefreiheit hinzuweisen.

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Die Nominierten in der Kategorie Mut der Press Freedom Awards. ©RSF
Press Freedom Awards09.11.2021

RSF gibt Nominierungen 2021 bekannt

Die Nominierten für die Press Freedom Awards 2021 von Reporter ohne Grenzen stehen fest. Die neunköpfige Jury unter Vorsitz von RSF-Präsident Pierre Haski hat vier Journalistinnen, zwei Journalisten und sechs Medienunternehmen oder Journalistenorganisationen aus insgesamt elf Ländern nominiert.

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