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Kirgistan

Kirgistan hat deutlich vielfältigere Medien als seine extrem autoritären Nachbarstaaten in Zentralasien. Doch das Land, das als Demokratie gilt, ist bis heute von Konflikten zwischen konkurrierenden Clans geprägt. Die Polarisierung der Gesellschaft schlägt sich auch in den Medien nieder. Selbstzensur zu Tabuthemen wie Spannungen zwischen den Volksgruppen oder Korruption bei ranghohen Beamt*innen ist weit verbreitet. Investigative Reporter*innen, die zu Geldwäsche, Schmuggel und Kapitalflucht recherchieren, werden mit Durchsuchungen und Gerichtsprozessen unter Druck gesetzt und müssen sogar mit Mordanschlägen rechnen. Auch während der Unruhen nach der Parlamentswahl im Oktober 2020 wurden mehrfach Reporter*innen angegriffen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 72 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Bobomurod Abdullaev zu Besuch bei Reporter ohne Grenzen
Usbekistan / Kirgistan02.09.2020

#FreeThemAll: Bobomurod Abdullajew

Der Journalist und Stipendiat der Organisation Reporter ohne Grenzen Bobomurod Abdullajew ist am 22. August von Kirgistan in sein Heimatland Usbekistan ausgeliefert worden. Reporter ohne Grenzen und andere Menschenrechtsgruppen hatten zuvor für eine sichere Ausreise des Journalisten nach Deutschland plädiert und gewarnt.

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