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Algerien

Strafverfolgung, willkürliche Festnahmen und Behördenschikanen machen unabhängigen Journalismus in Algerien riskant. Private Fernsehsender bekommen oft keine Lizenz und haben ihren Sitz im Ausland. Dies erschwert die Akkreditierung ihrer Journalist*innen und erleichtert willkürliche Beschlagnahmen und Schließungen. Viele Printmedien halten sich mit politischer Kritik zurück, um keine Werbeanzeigen zu verlieren, die ihre wirtschaftliche Basis bilden. Auch sind sie von staatlichen Strukturen für Druck und Vertrieb abhängig. Staatliche Medien konzentrierten sich lange auf die Aktivitäten des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika und ließen die Opposition kaum zu Wort kommen. Im letzten Jahr vor Bouteflikas Rücktritt im April 2019 häuften sich Verhaftungen und Anklagen gegen Journalist*innen wegen angeblich verleumderischer Berichte.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 146 von 180
Gebäude einer Stadt.
Algerien03.08.2021

#FreeThemAll: Rabah Karèche

In Algerien befindet sich der Journalist Rabah Karèche mittlerweile seit mehr als 100 Tagen in Untersuchungshaft. Karèche, seines Zeichens Korrespondent der Zeitschrift Liberté, war in der Gemeinde Tamanrasset festgenommen worden.

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Plenarsaal
Algerien27.05.2021

#FreeThemAll: Kenza Khattou

In der algerischen Hauptstadt Algier ist die Journalistin Kenza Khattou verhaftet worden. Khattou, die als Politikreporterin für die Nachrichtenseite Radio M arbeitet, berichtete gerade über einen regierungskritischen Protest in der Innenstadt.

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Gebäudefassade
Algerien25.05.2021

#FreeThemAll: Lynda Abbou

Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen in Algerien sind in Algier erneut mehrere Journalistinnen und Journalisten festgenommen worden. Nach Informationen von Reporter ohne Grenzen verhafteten Polizisten insgesamt mindestens 15 Medienschaffende.

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