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Kamerun

Die Lage der Pressefreiheit verschlechtert sich in Kamerun seit Jahren kontinuierlich. Die anhaltenden Bedrohungen für Medienschaffende stützen ein Klima der Angst und Selbstzensur. 2017 wurde das Internet häufiger als in jedem anderen afrikanischen Land unterbrochen. Nach der Präsidentenwahl 2018, die Paul Biyas siebte Amtszeit besiegelte, wurde der Zugang zum Internet erneut eingeschränkt. Reporter*innen wurden bedroht, angegriffen, eingeschüchtert und sogar verhaftet. Die willkürliche Inhaftierung und Verfolgung von Journalist*innen, auch durch Militär- oder Sondergerichte, ist an der Tagesordnung. Auf Grundlage des Antiterrorgesetzes von 2014 wird der ehemalige Chef des staatlichen Rundfunks CRTV seit 2016 festgehalten – präventiv und ohne faires Verfahren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 134 von 180
Kamerun15.06.2020

#FreeThemAll: Samuel Wazizi

Reporter ohne Grenzen hat die kamerunischen Behörden dazu aufgefordert, den Tod des Journalisten Samuel Wazizi umfassend aufzuklären. Wazizi, der als Moderator für einen Fernsehsender arbeitete, war bereits im vergangenen August festgenommen worden.

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Kamerun08.06.2020

#FreeThemAll: Amadou Vamoulké

Reporter ohne Grenzen hat die Vereinten Nationen in Person des Sonderberichterstatters zum Recht auf Gesundheit dazu aufgefordert, sich für die Befreiung des in Kamerun inhaftierten Journalisten Amadou Vamoulké einzusetzen.

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Kamerun04.06.2020

Journalist stirbt in illegalem Militärgewahrsam

In Kamerun ist der Fernsehmoderator Samuel Wazizi in willkürlicher Haft der Armee gestorben. Er war am 2. August 2019 festgenommen worden, seit kurz danach gab es weder Kontakt zu ihm noch Informationen über sein Schicksal. Wazizi hatte in seinen Sendungen den Umgang mit den Unruhen im englischsprachigen Teil Kameruns kritisiert.

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