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Vereinigte Staaten von Amerika

Mit ständigen verbalen Angriffen („fake news“, „Feinde des amerikanischen Volkes“) befeuert Präsident Donald Trump seit nunmehr vier Jahren ein extrem feindseliges Klima für Medien. Festnahmen, gewalttätige Übergriffe, öffentliche Verunglimpfungen und Belästigungen häufen sich weiterhin, auch wenn 2019 die Zahl der Festnahmen und Gewalttaten zurückgegangen ist. Die medienfeindliche Rhetorik von Trump und seinem Umfeld hat Auswirkungen auf Lokalpolitik, kommunale Behörden und die breite Bevölkerung. Immer wieder werden Medienschaffende von Veranstaltungen und Pressekonferenzen ausgeschlossen. Das Weiße Haus hat im März 2019 die Tradition des täglichen Pressebriefings abgeschafft und erst in der Corona-Krise wieder eingeführt, wobei die Möglichkeit für Journalist*innen, Fragen zu stellen, willkürlich eingeschränkt wird. Die Regierung Trump geht noch massiver als die seines Vorgängers Barack Obama gegen Whistleblower*innen vor – die Spionage-Anklage gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nur das prominenteste Beispiel. Selbst zu schwersten Verletzungen der Pressefreiheit im Ausland schweigt Präsident Trump.

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Rangliste der Pressefreiheit — Platz 45 von 180
Eine Frau hält während einer Demonstration zwei Bilder hoch: auf dem einen wird auf Assange gezielt, auf dem anderen ist Assange mit der Unterschrift "Hands of Assange - Don't shoot the messenger" zu sehen
Großbritannien / USA27.11.2020

Corona-Ausbruch lebensgefährlich für Assange

Angesichts der stark steigenden Zahlen von Corona-Infektionen im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London fordert Reporter ohne Grenzen die umgehende Freilassung des Wikileaks-Gründers Julian Assange. Assange wird aufgrund des Corona-Ausbruchs seit mehr als einer Woche 24 Stunden am Tag in seiner Zelle in der Haftanstalt festgehalten.

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Richterin Beryl Howell
USA24.11.2020

Gerichtsentscheidung stärkt US-Auslandssender

Michael Pack, der von US-Präsident Trump ernannte Chef der US-Auslandssender, hat auf verfassungswidrige Art und Weise versucht, die journalistische Arbeit seiner Angestellten zu beeinflussen. Das hat eine Bundesrichterin entschieden. Pack und sein Team bestraften Angestellte, die aus ihrer Sicht Trump nicht ausreichend unterstützten.

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Die Regierungs- und Staatsoberhäupter nebeneinander; anstelle ihrer eigentlichen Gesichter sind jedoch die der in Saudi-Arabien inhaftierten Medienschaffenden zu sehen
G20-Gipfel20.11.2020

Mehr Pressefreiheit für Saudi-Arabien fordern

Vor dem digitalen G20-Gipfel in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad weist Reporter ohne Grenzen erneut auf die prekäre Lage der Pressefreiheit in Saudi-Arabien hin. Mit einer Social-Media-Kampagne ruft RSF die Öffentlichkeit dazu auf, die Staats- und Regierungsoberhäupter der G20 in die Pflicht zu nehmen.

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Logo des Forums mit der Aufschrift: "Forum für Information und Demokratie"
Forum Information und Demokratie12.11.2020

Empfehlungen zum Umgang mit Desinformation

Vor dem Hintergrund der rasanten Verbreitung von Desinformationen im Netz im Kontext der Covid-19-Pandemie und der US-Wahlen veröffentlicht das Forum für Information und Demokratie den Bericht „How to end infodemics“ („Wie die Infodemie gestoppt werden kann“). Dieser basiert auf der Arbeit von renommierten Expertinnen und Experten.

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Kundgebungam 06.12.2020 in StuttgartICS

Kundgebung für Julian Assange

Julian Assange hat den Stuttgarter Friedenspreis 2020 gewonnen. Dies soll gefeiert werden. Im Namen der Deutschen Journalistinnen und Journalisten Union, Reporter ohne Grenzen, Amnesty International Stuttgart und vielen anderen ruft FreeAssange.eu zu einer Kundgebung für Assange in Stuttgart auf. Zudem wird die Veranstaltung live übertragen.

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