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Honduras

Seit dem Militärputsch 2009 hat sich die Lage der Pressefreiheit in Honduras kontinuierlich verschlechtert. Mehr als 30 Journalist*innen wurden getötet, fast alle Taten blieben ungestraft. Besonders Militärpolizei, Armee und Verbrecherkartelle schüchtern Medienschaffende ein und verüben Gewalt gegen sie. Besonders gefährdet sind Mitarbeiter*innen nichtkommerzieller lokaler Radiosender sowie der Oppositionsmedien. Einige sind gezwungen, das Land zu verlassen. Weit verbreitet ist auch der Missbrauch von Strafklagen gegen Medienschaffende, häufig gefolgt von Haftstrafen wegen Verleumdung, manchmal auch von journalistischen Berufsverboten nach der Haftentlassung. Unter Präsident Juan Orlando Hernández hat sich die staatliche Kontrolle über die Medien seit 2017 noch einmal verschärft.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 165 von 180
Honduras23.08.2022

Schutzprogramm für Journalisten vor dem Aus

Die Regierung der neuen honduranischen Präsidentin Xiomara Castro hat beim nationalen Schutzsystem für Journalistinnen und Journalisten eine Entlassungswelle veranlasst, die die Arbeitsfähigkeit dieses wichtigen Schutzprogramms massiv gefährdet. Reporter ohne Grenzen verurteilt diese autoritären Methoden auf das Schärfste.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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