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Demokratische Republik Kongo

In keinem anderen Land südlich der Sahara verzeichnet Reporter ohne Grenzen mehr Verletzungen der Pressefreiheit: Dazu gehören Gewalt, Einschüchterung, willkürliche Verhaftungen, Medienschließungen und Plünderungen. Angriffe auf Journalist*innen bleiben in der Regel ungestraft. Auch nach dem Wechsel an der Staatsspitze Anfang 2019 bleibt der politische Einfluss von Langzeit-Machthaber Joseph Kabila spürbar. Für Morde an zehn Medienschaffenden während der Kabila-Ära wurden die Täter nie verurteilt. Der neue Präsident Félix Tshisekedi hat versprochen, die Medien zu einer vierten Gewalt im Staate umzubauen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, ein Gesetz von 1996 abzuschaffen, dass Pressedelikte unter Strafe stellt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 150 von 180
Flagge der Demokratischen Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo01.10.2020

#FreeThemAll: Francois Lendo

In der Demokratischen Republik Kongo befindet sich der Journalist Francois Lendo seit Mitte September in Haft. Lendo, der für den lokalen Radiosender Radio Losanganya arbeitet, war am Flughafen der Stadt Lodja in der Provinz Sankuru festgenommen worden.

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Straßenszene mit Polizeiauto im Osten der Demokratischen Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo05.09.2020

#FreeThemAll: Hubert Djoko

In der Stadt Lodja in der Demokratischen Republik Kongo sind der Journalist Hubert Djoko und der Radiotechniker Albert Lokongo für zwei Tage festgehalten und gefoltert worden. Eine Einsatztruppe aus Polizisten und Soldaten verhaftete Djoko und Lokongo am 20. August im Zuge einer Razzia des privaten Radiosenders Radio Losanganya.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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