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Demokratische Republik Kongo

In keinem anderen Land südlich der Sahara verzeichnet Reporter ohne Grenzen mehr Verletzungen der Pressefreiheit: Dazu gehören Gewalt, Einschüchterung, willkürliche Verhaftungen, Medienschließungen und Plünderungen. Angriffe auf Journalist*innen bleiben in der Regel ungestraft. Auch nach dem Wechsel an der Staatsspitze Anfang 2019 bleibt der politische Einfluss von Langzeit-Machthaber Joseph Kabila spürbar. Für Morde an zehn Medienschaffenden während der Kabila-Ära wurden die Täter nie verurteilt. Der neue Präsident Félix Tshisekedi hat versprochen, die Medien zu einer vierten Gewalt im Staate umzubauen. Voraussetzung dafür wäre allerdings, ein Gesetz von 1996 abzuschaffen, dass Pressedelikte unter Strafe stellt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 125 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Demokratische Republik Kongo26.08.2021

#FreeThemAll: Joel Musavuli

In der Demokratischen Republik Kongo ist Joël Musavuli, seines Zeichens Direktor des Senders Radio Télévision Communautaire de Babombi, umgebracht worden. In der Nacht zum 13. August mehrere bislang nicht identifizierte Personen in Musaluvis Haus.

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