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Hongkong

Im Juni 2020 hat Peking ein sogenanntes Sicherheitsgesetz verabschiedet, dass es dem chinesischen Regime erlaubt, direkt in die Sonderverwaltungszone Hongkong einzugreifen und alles zu unterdrücken, was es als „Terrorismus“, „Abspaltung“, „Untergrabung der Staatsgewalt“ und „ausländische Einmischung“ betrachtet. Das Gesetz bedroht insbesondere Journalist*innen. Einer der ersten auf der Grundlage angeklagten Hongkonger ist der Apple-Daily-Gründer Jimmy Lai. Die Tageszeitung ist eines der wenigen Hongkonger Medien, die es noch wagen, das chinesische Regime offen zu kritisieren, und die ausführlich über die pro-demokratischen Proteste berichteten hatten. Der öffentliche Rundfunk RTHK wird von der Regierung eingeschüchtert. Widerstand kommt von einigen unabhängigen Online-Medien, deren Leser*innenzahl wächst.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 80 von 180
Hongkong12.07.2021

#FreeThemAll: Claudia Mo

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Hongkong dazu aufgerufen, die politische Aktivistin und ehemalige Journalistin Claudia Mo umgehend freizulassen. Mo arbeitete unter anderem für AFP und den Sender Radio Television Hong Kong.

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Ein Mann wird von Polizisten abgeführt.
Hongkong28.06.2021

#FreeThemAll: Ryan Law

In Hongkong haben Polizisten bei einer großangelegten Razzia die Redaktionsräume der Zeitung Apple Daily durchsucht. Insgesamt nahmen die Beamten dabei fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Mediums fest, darunter auch Chefredakteur Ryan Law.

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Menschen tragen einen Sarg
Hongkong / China25.06.2021

Proteste vor chinesischen Botschaften

Reporter ohne Grenzen hat heute als Protest gegen das Aus der Hongkonger Zeitung Apple Daily vor den chinesischen Botschaften in Berlin und Paris Prozessionen im Stil einer Beerdigung abgehalten. Damit prangerte die Organisation die „Hinrichtung“ des Mediums an und machte auf die Bedrohung der Pressefreiheit durch das Regime in Peking aufmerksam.

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