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Turkmenistan

Turkmenistans Regierung kontrolliert sämtliche Medien im Land. Das Internet ist nur für wenige Menschen und in einer stark zensierten Version zugänglich. Und die Repressalien gegen die wenigen Journalist*innen, die heimlich für Medien im Ausland arbeiten, nehmen weiter zu. Mehrere von ihnen wurden in den vergangenen Jahren verhaftet, gefoltert, gewaltsam angegriffen oder auf andere Weise gezwungen, ihre Tätigkeit einzustellen. Von Zeit zu Zeit gehen die Behörden gegen Satellitenantennen vor, die den Empfang ausländischer Sender ermöglichen. Ein neues Rundfunkgesetz erlaubt theoretisch private Fernsehsender – sofern sie „ein positives Bild Turkmenistans“ verbreiten. 2018 erkannten die Vereinten Nationen formell an, dass der turkmenische Staat die Schuld am Tod der Journalistin Ogulsapar Muradowa trägt. Sie starb 2006 infolge von Misshandlung in Haft.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 177 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Auf einem Platz flankieren vier Staturen die vergoldete Plastik eines Mannes vor einer hohen Säule; im Hintergrund sind weiße Gebäude und Bäume zu sehen
Turkmenistan31.12.2020

#FreeThemAll: Nurgeldi Halikow

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Turkmenistan dazu aufgefordert, den Journalisten Nurgeldi Halikow umgehend freizulassen. Halikow hatte ein Foto von Experten der Weltgesundheitsorganisation über die Nachrichtenseite Turkmen.news verbreitet.

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