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Turkmenistan

Turkmenistans Regierung kontrolliert sämtliche Medien im Land. Das Internet ist nur für wenige Menschen und in einer stark zensierten Version zugänglich. Und die Repressalien gegen die wenigen Journalist*innen, die heimlich für Medien im Ausland arbeiten, nehmen weiter zu. Mehrere von ihnen wurden in den vergangenen Jahren verhaftet, gefoltert, gewaltsam angegriffen oder auf andere Weise gezwungen, ihre Tätigkeit einzustellen. Von Zeit zu Zeit gehen die Behörden gegen Satellitenantennen vor, die den Empfang ausländischer Sender ermöglichen. Ein neues Rundfunkgesetz erlaubt theoretisch private Fernsehsender – sofern sie „ein positives Bild Turkmenistans“ verbreiten. 2018 erkannten die Vereinten Nationen formell an, dass der turkmenische Staat die Schuld am Tod der Journalistin Ogulsapar Muradowa trägt. Sie starb 2006 infolge von Misshandlung in Haft.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 179 von 180
Auf einem Platz flankieren vier Staturen die vergoldete Plastik eines Mannes vor einer hohen Säule; im Hintergrund sind weiße Gebäude und Bäume zu sehen
Turkmenistan31.12.2020

#FreeThemAll: Nurgeldi Halikow

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Turkmenistan dazu aufgefordert, den Journalisten Nurgeldi Halikow umgehend freizulassen. Halikow hatte ein Foto von Experten der Weltgesundheitsorganisation über die Nachrichtenseite Turkmen.news verbreitet.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Turkmenistan01.04.2020

Coronavirus: Tabuthema in Turkmenistan

Reporter ohne Grenzen kritisiert das Vorgehen der turkmenischen Behörden, die soweit wie möglich die Verwendung des Wortes „Coronavirus“ vermeiden, um die Verbreitung von Informationen über die Pandemie zu verhindern. „Informationen über die Pandemie zu unterdrücken gefährdet die Bevölkerung", sagte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen.

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