STIPENDIUM FÜR JOURNALIST*INNEN AUS LÄNDERN MIT EINGESCHRÄNKTER PRESSEFREIHEIT

Unser Rest & Refuge Fellowship für Journalist*innen aus Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit geht in die nächste Runde! Bewerben Sie sich jetzt. Die Deadline ist am 31.12.2021.

Das Rest & Refuge Fellowship ist ein gemeinsames Projekt von Reporter ohne Grenzen und der taz Panter Stiftung. Es findet seit 2015 jährlich statt.

Reporter ohne Grenzen e.V. ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich für Pressefreiheit weltweit einsetzt und verfolgten Journalistinnen und Journalisten hilft. Die taz Panter Stiftung ist eine Nichtregierungsorganisation, die Trainings für Medienschaffende in Deutschland und in anderen Ländern ausrichtet und eng mit der tageszeitung (taz) verbunden ist.

Das Programm:

Für das Jahr 2022 laden wir zwei Journalist*innen aus Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit nach Berlin ein. In einem auf maximal sechs Monate begrenzten Zeitraum gewähren wir ihnen eine Auszeit, um sich von den schwierigen Arbeitsbedingungen zu erholen und sich beruflich und persönlich weiterzubilden. Nach dem sechsmonatigen Stipendium kehren sie bestärkt in ihre Heimatländer zurück, um mit der journalistischen Arbeit fortzufahren.

Was wir anbieten:

Wir erstatten Reisekosten, stellen ein Apartment in Berlin, sorgen für die Reise-krankenversicherung und bezahlen ein monatliches Stipendium in der Höhe von 1.000 €. Teilnehmer*innen können sich, wenn sie wollen, komplett aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und die Zeit zum Arbeiten an eigenen Projekten nutzen. Wir stellen jedoch auch Angebote zur Weiterbildung, professionellen Vernetzung und Stärkung der Resilienz zur Verfügung. So bekommen alle Stipendiat*innen die Möglichkeit, einen Sprachkurs zu machen und deutsche Redaktionen kennenzulernen. In erster Linie geht es jedoch darum, eine Auszeit zu genießen und somit gestärkt in das Heimatland zurückzukehren. Das Stipendium endet nach sechs Monaten.

Voraussetzungen:

  • Mehrjährige Arbeitserfahrung als Journalist*in
    Hinweis: Obwohl wir die Arbeit von Menschenrechtsaktivist*innen als sehr wertvoll erachten, können wir keine Menschenrechtaktivist*innen einladen, die nicht hauptberuflich journalistisch tätig sind, da diese nicht unter unser Mandat fallen.
  • Persönliche Bedrohungslage, die aufgrund der journalistischen Arbeit besteht oder durch äußere Faktoren hervorgerufene erschwerte Arbeitsbedingungen
  • Gute Kenntnisse der englischen oder deutschen Sprache. Der*die Bewerber*in muss in der Lage sein, sich mit den Betreuer*innen und dem professionellen Umfeld gut verständigen zu können.
  • Ein Reisepass, der zum Zeitpunkt der Bewerbung noch mindestens zwölf Monate gültig ist (oder selbstständig neu beantragt/verlängert werden kann)
  • Gesundheitszustand, der größere Reisen und den sechsmonatigen Aufenthalt im Gastland zulässt, sowie hinreichende Selbständigkeit, um alltägliche Angelegenheiten zu bewältigen
  • Möglichkeit und Bereitschaft, nach der Aufenthaltszeit in das Herkunftsland zurückzukehren

Zeitraum:

Die Stipendien dauern sechs Monate. Wir planen die Aufenthalte der Stipendiat*innen vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2022. Aufgrund der Corona-Pandemie können wir derzeit leider nicht garantieren, dass dieser Zeitraum so umgesetzt werden kann. Die Teilnehmenden müssen damit rechnen, dass sich Termine verändern können. Außerdem müssen sich die Teilnehmenden dazu verpflichten, sich an die jeweils geltenden Corona-Regeln in Deutschland zu halten. 

Bewerbung:

Ihre Bewerbung muss folgende Dokumente beinhalten:

  • Das ausgefüllte und unterschriebene Bewerbungsformular
  • Ein Scan Ihres aktuellen Reisepasses
  • Ihr Lebenslauf in tabellarischer Form (CV)
  • Ein Motivationsbrief (1-2 Seiten) in dem Sie erklären, warum Sie eine Auszeit benötigen. Bitte gehen Sie darauf ein, welche konkreten Faktoren Ihre persönliche Arbeitssituation bedrohen oder erschweren. Bitte schreiben Sie auch, wie Sie Ihre Auszeit in Berlin nutzen möchten.

Bitte senden Sie das ausgefüllte Bewerbungsformular und die anderen angefragten Dokumente im PDF-Format bis zum 31.12.2021 an: fellowship@taz.de. Wenn Sie einen Protonmail Mail Account haben, können Sie Ihre Bewerbung auf sicherem Weg an restandrefuge@protonmail.com schicken. Außerdem bieten wir an, uns Ihre Bewerbung über den Messenger Dienst Signal an folgende Nummer zu schicken: +49 151 2688 4845.

Die Entscheidung wird bis spätestens Anfang Februar 2022 den Bewerber*innen mitgeteilt. Die Finalist*innen werden zu einem persönlichen Videocall eingeladen, der zum Kennenlernen und zum Treffen der finalen Auswahl dient.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der hohen Anzahl von Bewerbungen nur Personen in der finalen Runde eine individuelle Antwort erhalten können.

Auswahlverfahren

Die Auswahl trifft ein Komitee aus Repräsentant*innen von RSF und der taz.Panter Stiftung. Die Auswahl erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Grad der Bedrohungslage. Bitte seien Sie spezifisch bei der Beschreibung Ihrer erschwerten Arbeitsbedingungen, damit wir uns ein Bild machen können, welchen persönlichen Bedrohungen Sie ausgesetzt sind.
  • Berufliche Erfahrung. Journalist*innen mit mehrjähriger Arbeitserfahrung werden hierbei höher gewertet.
  • Eignung für das Programm.
    • Vision des Bewerbers/der Bewerberin, wie er/sie die Zeit in Berlin nutzen möchte
    • Herkunftsland, für welches die Organisationen ein deutsches Visum beantragen können.
  • Qualität des Motivationsbriefs. Hierbei werden sowohl formale als auch inhaltliche Faktoren gewertet.
  • Diversität der Auswahl. Das Stipendienprogramm unterstützt eine möglichst diverse Gruppe von Stipendiat*innen. Dies betrifft u.a. folgende Faktoren: Herkunftsland, Geschlecht, thematische Schwerpunkte, journalistisches Medium sowie verschiedene Diskriminierungsmerkmale.

 

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