Japan | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Japan

Seit dem Amtsantritt von Premierminister Shinzo Abe beklagen Journalist*innen in Japan ein Klima des Misstrauens gegen sie. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt wird Medienpluralismus zwar grundsätzlich respektiert, er gerät jedoch zunehmend durch Medienbesitzkonzentration und Wirtschaftsinteressen unter Druck. Die exklusiven sogenannten Kisha clubs (Reporter-Clubs) benachteiligen freie Journalist*innen und ausländische Reporter*innen. Auf sozialen Netzwerken schikanieren nationalistische Gruppen Medienschaffende, die regierungskritisch und „unpatriotisch“ über Themen wie die Nuklearkatastrophe in Fukushima oder die US-Militärpräsenz in Okinawa berichten. Ein 2013 beschlossenes Whistleblower-Gesetz bestraft die Verbreitung von geheimen Informationen mit bis zu zehn Jahren Haft.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 67 von 180
Information und Demokratie 27.08.2019

G7-Gipfel unterstützt ROG-Initiative

Reporter ohne Grenzen begrüßt die politische Unterstützung des G7-Gipfeltreffens für die Initiative Information und Demokratie. Die von ROG angestoßene Initiative zielt darauf, das Menschenrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter mit einem internationalen politischen Prozess durchzusetzen.

mehr
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

mehr
Themenbericht 30.11.2018

Journalisten im Visier organisierter Kriminalität

Kritische Berichterstattung über organisierte Kriminalität bringt Journalisten weltweit in Lebensgefahr. Seit Anfang 2017 wurden mehr als 30 Medienschaffende von Verbrecherorganisationen getötet. In einem ausführlichen Bericht hat Reporter ohne Grenzen die Bedrohungslage für Medienschaffende untersucht, die dem organisierten Verbrechen auf der Spur sind.

mehr
Alle Meldungen