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Interaktive Weltkarte mit Pressefreiheits-Ranglisten nach Ländern.
Länder sind farbkodiert von grün (beste) bis rot (schlechteste) basierend auf Pressefreiheits-Scores.
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Die Pressefreiheit ist in Lesotho nach wie vor fragil. Übergriffe auf Journalist*innen sind keine Seltenheit, und den Medien fehlt es an Unabhängigkeit. Im Mai 2023 wurde ein Journalist erschossen, der für Recherchen zu Korruption bekannt geworden war.
MEDIEN
Die Medienlandschaft in Lesotho ist polarisiert und von vielfältigen Abhängigkeiten geprägt. Es gibt zehn Wochenzeitungen (neun private, eine in staatlicher Hand), doch bis heute ist Lesotho eines der wenigen afrikanischen Länder ohne Tageszeitung. Der Rundfunksektor hat sich seit 1997 allmählich geöffnet und besteht heute aus 26 Radiosendern (zwei staatliche, sechs Bürgerradios) und dem 1988 gegründeten öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Staatliche Medien stehen noch weitgehend unter der Kontrolle von Regierung und Politiker*innen. Die Online-Berichterstattung ist relativ frei von Einschränkungen, doch der Zugang zum Internet ist aufgrund fehlender Infrastruktur und hoher Verbindungskosten eingeschränkt.
POLITIK
Journalist*innen werden regelmäßig Opfer von Einschüchterungskampagnen. Investigative Reportagen über die Aktivitäten von Politiker*innen sind schwierig. Eine staatliche Zeitung wurde auf Anordnung eines Ministers geschlossen, weil sie gewagt hatte, den Oppositionsführer auf den Titel zu heben. Selbstzensur ist weit verbreitet. Mehrere Medienschaffende sind ins Exil gegangen, vor allem nach Südafrika, um sich diesen Einschränkungen zu entziehen.
GESETZE
Seit 2018 ist in Lesotho Verleumdung nicht mehr strafbar. 2021 wurde ein neues Mediengesetz verabschiedet, das allerdings nicht die zahlreichen Gesetze außer Kraft setzt, die freier Medienarbeit die Grundlage entziehen können. Das Gesetz über den Zugang zu Informationen, dessen erste Fassung aus dem Jahr 2000 stammt, wurde nie verabschiedet.
WIRTSCHAFT
Zeitungen und Radio sind aufgrund der niedrigen Vertriebskosten und der geringen Alphabetisierungsrate das vorherrschende Medium im Land. Sie sind nach wie vor von staatlicher Werbung abhängig. Sie verlieren allmählich ihre redaktionelle Freiheit und sind von den Werbeeinnahmen staatlicher Unternehmen abhängig.
SICHERHEIT
Der Druck auf Journalist*innen hat in den vergangenen Jahren zugenommen, auch durch Einschüchterungskampagnen und Drohungen im Internet. Selbstzensur ist häufig. 2021 kam es zu einer Reihe brutaler Übergriffe seitens der Polizei. Im Mai 2023 wurde der Investigativreporter Ralikonelo Joki von Unbekannten ermordet.
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