Libanon | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Libanon

Die libanesischen Medien spiegeln die politische und konfessionelle Bandbreite der Gesellschaft wider und nehmen kein Blatt vor den Mund. Sie sind jedoch äußerst politisiert und polarisiert. Fast alle wichtigen Medien gehören Eigentümern mit starken politischen Interessen, die meisten sind in der Hand weniger Unternehmerfamilien. Verleumdung und Verbreitung falscher Informationen sind strafbar und sehr schwammig definiert. Immer wieder werden Medienschaffende zu Geld-, gelegentlich auch zu Haftstrafen verurteilt. Seit Ende 2016 häufen sich Beleidigungs- und Verleumdungsklagen gegen Journalist*innen und Nutzer*innen sozialer Medien. 2018 lud die Polizei vermehrt Blogger*innen und Online-Journalist*innen wegen ihrer Äußerungen in sozialen Medien vor, ausgelöst oft durch Beschwerden prominenter, politisch vernetzter Persönlichkeiten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 101 von 180
Gruppenbild von der Gründungsversammlung des Forums Information und Demokratie
Forum Information und Demokratie 13.11.2019

Antworten auf neue Herausforderungen finden

Elf zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt haben in Paris das Forum Information und Demokratie gegründet. Es soll Empfehlungen für Regulierung und Selbstregulierung erarbeiten, um das Recht auf Medienfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter wirksam durchzusetzen.

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Initiative Information und Demokratie 27.09.2019

20 Staaten gründen Partnerschaft

Vertreterinnen und Vertreter von 20 Staaten haben am Rande der UN-Vollversammlung in New York eine Partnerschaft für Information und Demokratie ins Leben gerufen. Unter den Unterzeichnern war auch Bundesaußenminister Heiko Maas. Die Partnerschaft ist Teil der von Reporter ohne Grenzen angestoßenen Initiative Information und Demokratie.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Veranstaltung am 04.12.2019 in Berlin ICS

Journalist*innen unter Druck – Wie kann ROG helfen?

Vor zehn Jahren wurde das Nothilfereferat von Reporter ohne Grenzen in Berlin eingerichtet. Seitdem unterstützt ROG Journalistinnen und Journalisten in Notlagen sowohl in ihren Heimatländern als auch im Exil in Deutschland durch Einzelfallhilfe und Stipendienprogramme. Dazu gehören das Auszeitstipendium, das Journalistinnen und Journalisten eine dreimonatige Pause in Berlin ermöglicht, und das Berliner Stipendienprogramm zur Stärkung von Journalist*innen im digitalen Raum.

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