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Sri Lanka

Während des drei Jahrzehnte dauernden Bürgerkriegs wurden die Medien in Sri Lanka äußerst streng überwacht. Doch auch seit dem offiziellen Kriegsende 2009 werden Journalisten bedroht, ins Gefängnis gesperrt und umgebracht. Dutzende sind während der vergangenen Jahre aus Sri Lanka geflohen. Alle Medien, auch Nachrichtenportale im Internet, benötigen eine staatliche Lizenz. Viele harsche Gesetze aus der Bürgerkriegszeit bestehen noch heute und führen zur Selbstzensur der Journalisten. Als gefährlich gelten etwa Berichte über die Präsidentenfamilie oder über Kriegsverbrechen aus der Zeit des Bürgerkriegs.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 146 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Gedenkfeier für den ermordeten srilankischen Journalisten Lasantha Wickrematunge. ©picture alliance AP Photo Gemunu Amarasinghe
Straflosigkeit01.11.2021

Tribunal zu Morden an Journalisten

Im Kampf gegen Straflosigkeit nach Morden an Medienschaffenden haben Reporter ohne Grenzen, Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) und Free Press Unlimited (FPU) ein sogenanntes Völkertribunal ins Leben gerufen. Staatsregierungen sollen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn Verbrechen an Journalisten nicht geahndet werden.

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Die Flagge Sri Lankas, im Vordergrund ein Militärmanöver.
Sri Lanka08.09.2021

#FreeThemAll: Keerthi Ratnayaka

In Sri Lanka befindet sich der Journalist Keerthi Ratnayaka seit mittlerweile rund drei Wochen in Haft. Ratnayaka, ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter, war am 14. August auf eine Polizeistation in der Hauptstadt Colombo zitiert worden.

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