Tansania | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Tansania

In Tansania herrscht für Medienschaffende ein Klima der Angst. Seit dem Amtsantritt von Präsident John Magufuli 2015 wurden mehr als ein Dutzend Medien suspendiert und weitere mit dem Entzug staatlicher Werbegelder bedroht. Mehrere drakonische Gesetze beschneiden die Pressefreiheit massiv. Für Online-Medien und Blogs wurden exorbitante Gebühren eingeführt, um sich zu registrieren und akkreditieren zu lassen. Viele Journalist*innen reagieren mit Selbstzensur. Ende 2018 wurden zwei Vertreterinnen einer Nichtregierungsorganisation festgenommen und zur Ausreise gezwungen. Sie recherchierten unter anderem zum Fall des tansanischen Journalisten Azory Gwanda, der im November 2017 verschwand. Er hatte über die Morde an zwei lokalen Beamten berichtet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 118 von 180
Polizist in Tansania
Tansania 12.10.2019

#FreeThemAll: Sebastian Atilio

In Tansania droht dem Journalisten Sebastian Atilio für das Versenden einer WhatsApp-Nachricht eine mehrjährige Haftstrafe. In der Nachricht hatte Atilio sich kritisch über die Landansprüche des Konzerns Unilever Tea Tanzania in Iringa geäußert.

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Polizist in Tansania
Tansania 06.09.2019

#FreeThemAll: Joseph Gandye

Der Journalist Joseph Gandye wurde am 22.August dieses Jahres in Daressalam wegen des Verdachts auf Falschberichterstattung verhaftet. Er hatte über die Misshandlung von Häftlingen durch die tansanische Polizei berichtet.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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