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Tansania

In Tansania herrscht für Medienschaffende ein Klima der Angst. Seit dem Amtsantritt von Präsident John Magufuli 2015 wurden mehr als ein Dutzend Medien suspendiert und weitere mit dem Entzug staatlicher Werbegelder bedroht. Mehrere drakonische Gesetze beschneiden die Pressefreiheit massiv. Für Online-Medien und Blogs wurden exorbitante Gebühren eingeführt, um sich zu registrieren und akkreditieren zu lassen. Viele Journalist*innen reagieren mit Selbstzensur. Ende 2018 wurden zwei Vertreterinnen einer Nichtregierungsorganisation festgenommen und zur Ausreise gezwungen. Sie recherchierten unter anderem zum Fall des tansanischen Journalisten Azory Gwanda, der im November 2017 verschwand. Er hatte über die Morde an zwei lokalen Beamten berichtet.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 124 von 180
John Magufuli vor einem Rednerpult
Corona-Ticker: Tansania12.11.2020

Corona-Berichterstattung wird verhindert

Reporter ohne Grenzen verurteilt die mangelnde Transparenz der tansanischen Regierung unter Präsident John Magufuli im Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Eine unabhängige und verlässliche Berichterstattung ist für die Eindämmung der Pandemie sowie für den Erhalt der Pressefreiheit von höchster Bedeutung.

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Tansania12.05.2020

#FreeThemAll: Talib Ussi Hamad

In Tansania werden im Zuge der Corona-Krise immer schärfere Sanktionen gegen Medien verhängt, die über das Virus berichten. Seit Magufuli 2015 die Präsidentschaft in Tansania übernahm, werden dort immer wieder Journalisten verfolgt und verhaftet.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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