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Thailand

Der Militärputsch im Mai 2014 führte zu rigoroser Kontrolle der Arbeit von Journalisten. Schon zuvor waren Redaktionen in politische Auseinandersetzungen hinein gezogen und als Instrumente im politischen Kampf missbraucht worden. Die Medien dürfen seit dem Putsch nur noch vom Militär kontrollierte Nachrichten verbreiten, zahlreiche Radio- und Fernsehsender mussten schließen. Das Internet wird zensiert: Wer in den sozialen Medien Informationen und Aktivitäten unterstützt, die sich gegen den Militärcoup richten, muss nun mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen. Mehrere Kommissionen überwachen die Berichterstattung von Zeitungen, Fernsehen, sozialen Netzwerken und ausländischen Publikationen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 136 von 180
Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2016

Neue „Feinde der Pressefreiheit“ veröffentlicht

Zum UN-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste, die besonders rücksichtslos gegen unabhängigen Journalismus vorgehen.

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Thailand 19.10.2016

Verschärfte Zensur nach Tod des Königs

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die verschärfte Zensur der Medien in Thailand nach dem Tod von König Bhumibol Adulyadej. Seit dem Tod des Monarchen greift die Regierung verstärkt in die ohnehin eingeschränkte Berichterstattung ein. Majestätsbeleidigung kann in Thailand mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet werden.

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Thailand 16.08.2016

Militär muss kritische Berichte zulassen

Reporter ohne Grenzen ruft die Militärregierung in Thailand auf, nach den Anschlägen vor wenigen Tagen Journalisten nicht bei ihrer Arbeit zu behindern und Berichte über die Konflikte im Land zuzulassen. Bei einem Referendum am 7. August hatte die Bevölkerung einer Verfassung zugestimmt, die dem Militär noch mehr Macht verleiht.

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Länderbericht

Getroffen:
Medien als Zielscheibe der Gewalt

2010 legten Demonstranten über Wochen das Zentrum von Bangkok lahm. Bei den Protesten waren Journalisten nur ungenügend geschützt. Viele wurden verletzt, zwei Medienvertreter starben. Eine Bestandsaufnahme. 

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