Tunesien | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Tunesien

Seit der Revolution von 2011 ist eine vielfältige, teils sehr politisierte Medienlandschaft entstanden. Die Verfassung von 2014 ist trotz einiger Schwachstellen ein großer Fortschritt für die Pressefreiheit. In der Praxis werden Journalisten aber vor allem bei Kritik an Amtsträgern schnell verklagt – oft mithilfe alter Gesetze, deren Anwendung das Pressegesetz von 2011 explizit ausschließt. Drohungen und Gewalt gegen Journalisten sind häufig und werden selten bestraft. Nach wie vor greift die Regierung massiv in die Personalpolitik der staatlichen Medien ein.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 97 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Tunesien 12.07.2016

Fernsehmacht zieht Politiker an

Die tunesische Medienlandschaft ist heute vielfältiger als vor dem Sturz von Diktator Ben Ali, auf dem Fernsehmarkt suchen die Besitzer der wichtigsten Sender aber erneut die Nähe der politischen Machthaber. Die unklare Finanzierung vieler Medien und das Fehlen verlässlicher Zahlen zur Reichweite behindern Kontrolle der Konzentration im Mediensektor.

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