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Strafverfolgung, willkürliche Festnahmen und Behördenschikanen machen unabhängigen Journalismus in Algerien riskant. Private Fernsehsender bekommen oft keine Lizenz und haben ihren Sitz im Ausland. Dies erschwert die Akkreditierung ihrer Journalist*innen und erleichtert willkürliche Beschlagnahmen und Schließungen. Viele Printmedien halten sich mit politischer Kritik zurück, um keine Werbeanzeigen zu verlieren, die ihre wirtschaftliche Basis bilden. Auch sind sie von staatlichen Strukturen für Druck und Vertrieb abhängig. Staatliche Medien konzentrierten sich lange auf die Aktivitäten des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika und ließen die Opposition kaum zu Wort kommen. Im letzten Jahr vor Bouteflikas Rücktritt im April 2019 häuften sich Verhaftungen und Anklagen gegen Journalist*innen wegen angeblich verleumderischer Berichte.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 141 von 180
Algier Stadtansicht
Algerien 19.03.2020

#FreeThemAll: Khaled Drareni

Ein Gericht in der algerischen Hauptstadt Algier hat am 9. März dieses Jahres eine Verlängerung der Untersuchungshaft des Journalisten Khaled Drareni angeordnet. Seit dem Ausbruch regierungskritischer Proteste im vergangenen Jahr werden Journalisten in Algerien immer wieder an ihrer Arbeit gehindert.

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Feinde des Internets 11.03.2020

Trolle und Firmen im Dienst repressiver Regime

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine Liste der 20 größten Feinde des Internets. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren.

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Regierungskritische Proteste in Algerien im Dezember 2019
Algerien 31.12.2019

#FreeThemAll: Benabdelhamid Amine

Ein Gericht in Oran im Nordwesten Algeriens hat den Cartoonisten Benabdelhamid Amine zu einer Haftstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Vor seiner Verhaftung hatte er Zeichnungen des ehemaligen algerischen Armeechefs und des neuen Präsidenten geteilt.

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