Algerien | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Algerien

Strafverfolgung, willkürliche Festnahmen und Behördenschikanen machen unabhängigen Journalismus in Algerien riskant. Private Fernsehsender bekommen oft keine Lizenz und haben ihren Sitz im Ausland. Dies erschwert die Akkreditierung ihrer Journalist*innen und erleichtert willkürliche Beschlagnahmen und Schließungen. Viele Printmedien halten sich mit politischer Kritik zurück, um keine Werbeanzeigen zu verlieren, die ihre wirtschaftliche Basis bilden. Auch sind sie von staatlichen Strukturen für Druck und Vertrieb abhängig. Staatliche Medien konzentrierten sich lange auf die Aktivitäten des langjährigen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika und ließen die Opposition kaum zu Wort kommen. Im letzten Jahr vor Bouteflikas Rücktritt im April 2019 häuften sich Verhaftungen und Anklagen gegen Journalist*innen wegen angeblich verleumderischer Berichte.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 141 von 180
Regierungskritische Proteste in Algerien im Dezember 2019
Algerien 31.12.2019

#FreeThemAll: Benabdelhamid Amine

Ein Gericht in Oran im Nordwesten Algeriens hat den Cartoonisten Benabdelhamid Amine zu einer Haftstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Vor seiner Verhaftung hatte er Zeichnungen des ehemaligen algerischen Armeechefs und des neuen Präsidenten geteilt.

mehr
Oran, Algerien
Algerien 30.10.2019

#FreeThemAll: Said Boudour

Der Blogger Said Boudour befindet sich seit dem 15. Oktober dieses Jahres in Algerien in Untersuchungshaft. Er hatte über den Kokainschmuggel in Algerien berichtet, an dem nach seinen Recherchen auch Staatsbeamte beteiligt sein sollen.

mehr
Proteste in Algerien
Algerien 08.10.2019

#FreeThemAll: Sofiane Merakchi

Seit Februar dieses Jahres werden Journalistinnen und Journalisten, die über die regierungskritischen Proteste in Algerien berichten, immer wieder an ihrer Arbeit gehindert. So erging es auch Sofiane Merakchi, der für den in Beirut ansässigen TV-Sender al-Mayadeen arbeitet.

mehr
Alle Meldungen