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Algerien

Waren Auslandssender schon zuvor frei empfangbar und populär, sind seit 2012 in Algerien auch einige private Fernseh- und Radiosender erlaubt. Die Printmedien sind schon länger liberalisiert und entsprechend divers, aber meist von staatlichen Strukturen für Druck und Vertrieb abhängig. Vor allem über Sicherheitsthemen kann auch nach der Aufhebung des jahrelangen Ausnahmezustands 2011 nur eingeschränkt berichtet werden. Zensur und Selbstzensur, Drohungen und Schikanen sind insbesondere außerhalb der Hauptstadt verbreitet. Gelegentlich werden Journalisten und Blogger wegen Verleumdung zu Haft- oder Geldstrafen verurteilt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 134 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Algerien-Länderbericht 29.12.2016

Repression hinter Fassade der Medienvielfalt

Strafverfolgung, willkürliche Festnahmen und Behördenschikanen machen unabhängigen Journalismus in Algerien zu einem unkalkulierbaren Risiko. Das zeigt ein ausführlicher Länderbericht von Reporter ohne Grenzen. Besondere Sorge bereitet aktuell die einjährige Haftstrafe für den Journalisten Hassan Bouras.

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Themenbericht 08.12.2015

Tödliche Gefahren für Umweltjournalisten

Seit 2010 wurden weltweit zehn Umweltjournalisten ermordet, acht davon in Südostasien und Indien. In vielen Ländern nehmen Repressalien, Drohungen und Gewalt gegen Reporter zu, die etwa über illegale Rodungen, Umweltverschmutzung oder die Folgen von illegalem Rohstoffabbau berichten.

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