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Bangladesch

Im Vorfeld der Parlamentswahlen Ende 2018 kam es zu einem besorgniserregenden Anstieg von Pressefreiheitsverletzungen. Politische Aktivist*innen griffen Reporter*innen an, Nachrichtenseiten wurden gesperrt und Journalist*innen willkürlich inhaftiert. Der international renommierte Fotojournalist Shahidul Alam saß wegen haltloser Vorwürfe mehr als 100 Tage im Gefängnis. Sein Fall zeigt, wie mittels der Justiz Regierungskritiker*innen zum Schweigen gebracht werden. Unter einem im Oktober 2018 verabschiedeten Gesetz für digitale Sicherheit kann „negative Propaganda“ mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Militante Islamist*innen schikanieren und ermorden derweil Journalist*innen sowie Blogger*innen, die für eine säkularisierte Gesellschaft eintreten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 151 von 180
Menschen schwingen die bangladeschische Nationalflagge (ein roter Punkt in der Mitte auf dunkelgrünem Grund)
Bangladesch08.01.2021

#FreeThemAll: Ahmed Kabir Kishore

In Bangladesch befindet sich der Karikaturist Ahmed Kabir Kishore seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr in Haft. Zusammen mit einem weiteren Journalisten und einem Whistleblower wurde Kishore vorgeworfen, „Gerüchte über das Coronavirus“ verbreitet zu haben.

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Menschen drängen sich auf einem Markt in Dhaka
Bangladesch30.11.2020

#FreeThemAll: Jamal Mir

Das Oberste Gericht Bangladeschs hat eine Anordnung zur Freilassung des Journalisten Jamal Mir einkassiert. Laut Berichten der in Dhaka ansässigen Menschenrechtsorganisation Law Life Culture wird Mir nun bis auf weiteres hinter Gittern bleiben.

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Häuser und Fluss in Dhaka aus der Vogelperspektive
Bangladesch06.11.2020

#FreeThemAll: Ruhul Amin Gazi

In Bangladesch ist der Journalist Ruhul Amin Gazi festgenommen worden. Hintergrund für die Festnahme ist ein Artikel, in dem Gazi den im Jahr 2013 in Bangladesch hingerichteten Oppositionellen Abdul Quader Molla als Märtyrer bezeichnet.

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