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Bangladesch

Im Vorfeld der Parlamentswahlen Ende 2018 kam es zu einem besorgniserregenden Anstieg von Pressefreiheitsverletzungen. Politische Aktivist*innen griffen Reporter*innen an, Nachrichtenseiten wurden gesperrt und Journalist*innen willkürlich inhaftiert. Der international renommierte Fotojournalist Shahidul Alam saß wegen haltloser Vorwürfe mehr als 100 Tage im Gefängnis. Sein Fall zeigt, wie mittels der Justiz Regierungskritiker*innen zum Schweigen gebracht werden. Unter einem im Oktober 2018 verabschiedeten Gesetz für digitale Sicherheit kann „negative Propaganda“ mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden. Militante Islamist*innen schikanieren und ermorden derweil Journalist*innen sowie Blogger*innen, die für eine säkularisierte Gesellschaft eintreten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 151 von 180
Bangladesch03.06.2020

#FreeThemAll: Ahmed Kabir Kishore

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Bangladesch dazu aufgefordert, den Karikaturisten Ahmed Kabir Kishore umgehend freizulassen. Ihm wird vorgeworfen, „Gerüchte über das Coronavirus“ verbreitet und Nationalsymbole beschmutzt zu haben.

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Demonstrant hält Schild mit Aufschrift Free Kajol
Bangladesch20.05.2020

#FreeThemAll: Shafiqul Islam Kajol

Nachdem er fast zwei Monate lang verschwunden war, ist der Fotograf Shafiqul Islam Kajol in Bangladesch wieder aufgetaucht. Die Hintergründe seines Verschwindens und die Umstände seiner Verhaftung bleiben jedoch schleierhaft.

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Bangladesch11.05.2020

#FreeThemAll: Rahim Shubho

Seit dem Beginn einer umfassenden Ausgangssperre werden in Bangladesch immer mehr Journalisten zum Opfer von Polizeigewalt und politischer Verfolgung. Im Nordwesten des Landes erstatteten die Behörden zuletzt Anzeige gegen vier Journalisten.

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