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Bosnien-Herzegowina

Verbindungen zu politischen Parteien oder eine ethnische Agenda bestimmen bei den meisten Medien in Bosnien-Herzegowina die redaktionelle Linie. Medienkonzentration und undurchsichtige Besitzverhältnisse geben Anlass zur Sorge. Unvoreingenommene Berichterstattung ist am ehesten auf einzelnen Online-Portalen zu finden. Nationalistische Rhetorik, ständige verbale Angriffe und häufige Verleumdungsklagen von Politiker*innen befeuern ein feindseliges Klima für Journalist*innen; einige werden massiv bedroht. Die Kriegsverbrechen der 1990er-Jahre bleiben ein Tabu-Thema. Bei Demonstrationen in der Republika Srpska 2018 behinderten die Behörden die Berichterstattung. Ein Fernsehreporter, der regelmäßig über die Proteste berichtete, wurde brutal zusammengeschlagen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 67 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 202214.12.2022

So viele Journalisten in Haft wie nie zuvor

Die Zahl inhaftierter Medienschaffender ist 2022 auf ein Rekordhoch angestiegen. Zum Stichtag 1. Dezember saßen 533 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit im Gefängnis. Zudem sind mindestens 57 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet worden. Das zeigt die Jahresbilanz der Pressefreiheit, die Reporter ohne Grenzen veröffentlicht hat.

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Rangliste der Pressefreiheit 202203.05.2022

Krisen, Kriege und Gewalt bedrohen Pressefreiheit

Neue Krisen und Kriege sowie wiederaufgeflammte Konflikte gefährden die weltweite Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit 2022 zeigt, dass von ihnen nicht nur Gefahr für Leib und Leben von Medienschaffenden ausgeht – sie wurden auch von vielfältigen Repressionen begleitet, mit denen Regierungen die Informationshoheit zu gewinnen versuchen.

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Südosteuropa05.10.2021

Pressefreiheit muss Thema des EU-Gipfels sein

Reporter ohne Grenzen fordert, die Stärkung des investigativen Journalismus zu einem der Kernthemen des EU-Westbalkan-Gipfels am 6. Oktober in Slowenien zu machen. Obwohl die Achtung der Pressefreiheit eine Voraussetzung für den Beitritt zur Europäischen Union ist, steht sie nicht auf dem Programm des Gipfeltreffens.

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