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Bulgarien

Einige wenige Unternehmer besitzen in Bulgarien einen Großteil der Medien und bestimmen die Redaktionslinie in enger Abstimmung mit führenden Politikern. In vielen Fällen verhindern verschlungene Geschäftsmodelle und Mittlerfirmen Klarheit über die Besitzverhältnisse. Die Regierung erkauft sich über staatliche Zuschüsse, finanziert vor allem aus EU-Mitteln, loyale Berichterstattung. Recherchen zu heiklen Themen wie Korruption sind deshalb selten. Unabhängige Medien werden durch Justizschikanen wie Steuerverfahren, Verleumdungsklagen oder horrende Bußgelder drangsaliert, kritische Medienschaffende auch durch Schmutzkampagnen und Gewalt. Besonders gefährlich leben Journalist*innen, die über Korruption oder zur Veruntreuung von EU-Geldern berichten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 112 von 180
Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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Ein Mann im Anzug steht an einem Rednerpult.
Bulgarien24.03.2021

Empfehlungen zur Rettung der Pressefreiheit

Kurz vor der Parlamentswahl hat Reporter ohne Grenzen konkrete Empfehlungen zur Rettung der Pressefreiheit in Bulgarien veröffentlicht. Damit reagiert RSF auf die Verweigerungshaltung der bulgarischen Regierung. Vordinglich ist ein besserer Schutz von Journalistinnen und Journalisten vor Gewalt.

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Blick von einem schneebedecktem Hügel auf eine Stadt.
Bulgarien01.03.2021

#FreeThemAll: Dimitar Kenarow

Nachdem der Journalist Dimitar Kenarow bei einem regierungskritischen Protest in Bulgarien festgenommen und von Polizisten geschlagen wurde, weigert sich die bulgarische Generalstaatsanwaltschaft weiterhin, den Fall zu untersuchen.

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©ddp images
Länderbericht

Schlusslicht beim Thema Pressefreiheit

In keinem anderen EU-Land ist es um die Pressefreiheit so schlecht bestellt wie in Bulgarien. ROG hat bereits 2009 auf Bedrohungen durch mafiöse Gruppen und auf Verquickungen von Politik, Wirtschaft und Medien hingewiesen. Hier der Bericht:

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