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Burundi

Seit dem Putschversuch von 2015 sind die meisten unabhängigen Radiosender geschlossen, Dutzende von Journalist*innen sind ins Exil geflohen. Diejenigen, die geblieben sind, sind häufigen Schikanen durch Sicherheitskräfte ausgesetzt. Wer nicht im Sinne der Regierung berichtet, gilt automatisch als Feind der Nation. Es herrscht ein Klima von Angst, Resignation und Selbstzensur. Im Vorfeld einer umstrittenen Verfassungsänderung 2018 stieg der Druck auf kritische Medien weiter an: Die BBC und Voice of America dürfen in Burundi nicht mehr senden. Um weiter berichten zu können, nutzen Journalist*innen soziale Netzwerke. Da es kaum noch Radiosender gibt, beziehen viele Menschen ihre Informationen aus dem Internet. Allerdings werden soziale Netzwerke auch gezielt als Mittel der Desinformation eingesetzt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 159 von 180
Collateral Freedom 13.03.2020

Vier zensierte Online-Medien entsperrt

Zum Welttag gegen Internetzensur am 12. März 2020 hat Reporter ohne Grenzen vier weitere zensierte Webseiten entsperrt. Mit der Aktion #CollateralFreedom bietet RSF auf diese Weise aktuell Zugang zu 21 Nachrichtenseiten und Menschenrechtsportalen in zwölf Ländern, die von autoritären Regimen blockiert werden.

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Christine Kamikazi
Burundi 14.02.2020

#FreeThemAll: Christine Kamikazi

In Burundi sind Christine Kamikazi und drei weitere Journalisten der Nachrichtenseite Iwacu zu Haftstrafen von jeweils 30 Monaten verurteilt worden. Sie hatten über die Zusammenstöße zwischen burundischen Sicherheitskräften und einer Rebellengruppe berichtet.

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Flagge Burundi
Burundi 23.01.2020

#FreeThemAll: Egide Harerimana

Reporter ohne Grenzen hat die Behörden in Burundi erneut dazu aufgefordert, den Journalisten Egide Harerimana und drei seiner Kollegen umgehend freizulassen. Harerimana berichtet für Iwacu – eine der wenigen unabhängigen Online-Nachrichtenseiten des Landes.

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