Journalisten bei AfD-Demonstration angegriffen | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Deutschland 28.01.2016

Journalisten bei AfD-Demonstration angegriffen

AfD-Kundgebung in Magdeburg. © picture alliance / dpa

Bei einer Demonstration der Partei AfD sind in Magdeburg am Mittwoch Journalisten aus der Menge heraus mit Pfefferspray angegriffen worden. Eine Redakteurin und ein Kameramann des MDR wurden medizinisch versorgt und stellten Strafanzeige. Auch ein ZDF-Kameramann wurde nach Angaben des Senders im Gesicht getroffen. Der mutmaßliche Täter wurde nach Polizeiangaben festgenommen.  

"Angriffe wie dieser sind die  logische Konsequenz der Verachtung für die Medien, die von rechtspopulistischen Kräften immer unverhohlener geschürt wird. Wer gegen Journalisten hetzt statt zu argumentieren, trägt auch eine Mitverantwortung für solche Taten", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske.

"Positiv ist, dass anders als bei vielen früheren Angriffen ein Tatverdächtiger gefasst wurde. Nun muss die Justiz deutlich machen, dass für Gewalt gegen Journalisten in einer Demokratie kein Platz ist", ergänzte Rediske und fügte hinzu: "Reporter ohne Grenzen wartet mit Spannung darauf, ob die Strafanzeige gegen die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling zu einer Anklage führt."

Festerling hatte am 11. Januar bei einer Demonstration in Leipzig dazu aufgerufen, „diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern“ zu prügeln.



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