Finnland | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Finnland

Finnland gehört seit vielen Jahren zu den Ländern mit den freiesten Medien weltweit. Trotz der kleinen Einwohnerzahl gibt es eine große Vielfalt an Printmedien – auch dank staatlicher Förderung zum Beispiel für Publikationen in Minderheitensprachen. Allerdings ist die Medienkonzentration hoch. Seit 2010 gibt es einen Rechtsanspruch auf schnellen Internetzugang. Zwei Skandale 2016 und 2017 weckten Sorgen um die Pressefreiheit, sind aber Einzelfälle geblieben. In einem Fall ging es dabei um mutmaßliche politische Einflussnahme beim öffentlich-rechtlichen Sender YLE, im anderen um Ermittlungen und Durchsuchungen gegen die Zeitung Helsingin Sanomat und zwei ihrer Journalist*innen nach einer kontroversen Recherche über den Militärgeheimdienst.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 2 von 180
Gruppenbild von der Gründungsversammlung des Forums Information und Demokratie
Forum Information und Demokratie 13.11.2019

Antworten auf neue Herausforderungen finden

Elf zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt haben in Paris das Forum Information und Demokratie gegründet. Es soll Empfehlungen für Regulierung und Selbstregulierung erarbeiten, um das Recht auf Medienfreiheit angesichts neuartiger Bedrohungen im digitalen Zeitalter wirksam durchzusetzen.

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Neue EU-Kommission 26.09.2019

Ungarischen Kandidaten ablehnen

Reporter ohne Grenzen fordert das Europäische Parlament auf, der Ernennung des ehemaligen ungarischen Justizministers László Trócsányi zum Kommissar für Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik nicht zuzustimmen und die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten kritisch auf ihre Einstellung zur Pressefreiheit zu prüfen.

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Europäischer Gerichtshof
Recht auf Vergessenwerden 24.09.2019

EuGH setzt problematischem Recht Schranken

Reporter ohne Grenzen begrüßt, dass der Europäische Gerichtshof dem Recht auf Vergessenwerden Schranken gesetzt hat. Das Urteil betont zudem, dass dieses Recht in jedem Einzelfall gegen Grundrechte abzuwägen ist. Problematisch bleibt, dass der EuGH diese Abwägung weiterhin den Plattformbetreibern überlässt.

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