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Gambia

Seit der Ermordung eines prominenten regierungskritischen Journalisten 2004 leben Gambias Medienschaffende in Angst. Viele üben Selbstzensur, einige sind ins Ausland geflohen. Wer den Präsidenten kritisiert, riskiert Drohungen und Haft, häufig unter dem Vorwurf aufrührerischer Aktivitäten. Unbotmäßige Medien können für längere Zeiträume willkürlich verboten werden. Ein Journalist ist seit seiner Festnahme 2006 spurlos verschwunden. Das drakonische Informations- und Kommunikationsgesetz sieht unter anderem bis zu 15 Jahre Haft für regierungskritische Äußerungen oder Karikaturen im Internet vor.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Gambia 06.01.2017

Geheimdienst schließt Radiosender

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die jüngsten Repressalien gegen Journalisten und Medien in Gambia. Vor dem Hintergrund des eskalierenden Streits über das Präsidentenamt hat der Geheimdienst drei Radiosender geschlossen. Zwar darf einer der Sender laut einem Medienbericht seit Dienstag wieder senden, jedoch ausschließlich Musik.

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Welttag gegen Straflosigkeit 02.11.2016

Neue „Feinde der Pressefreiheit“ veröffentlicht

Zum UN-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine neue Liste der „Feinde der Pressefreiheit“. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste, die besonders rücksichtslos gegen unabhängigen Journalismus vorgehen.

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