Griechenland | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Griechenland

Nach Beginn der Wirtschaftskrise 2008 rutschte Griechenland auf der Rangliste der Pressefreiheit deutlich nach hinten. Viele Medienhäuser mussten schließen, hunderte Redakteur*innen wurden arbeitslos. Seit einigen Jahren verbessert sich die Situation wieder. 2018 gab es einschneidende Veränderungen: Die Regierung vergab Lizenzen an fünf neue Fernsehsender. Gleichzeitig musste der älteste Privatfernsehsender des Landes, Mega TV, schließen. Das Parlament verabschiedete ein Gesetz, das die Verfolgung von Pressedelikten abschwächen soll. Bislang nutzten Politiker*innen und Geschäftsleute die bestehende Regelung oft, um Journalist*innen festnehmen zu lassen. Angriffe auf Journalist*innen und Medien sind häufig – von Rechts- wie von Linksextremen, aber auch von der Polizei.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 65 von 180
Neue EU-Kommission 26.09.2019

Ungarischen Kandidaten ablehnen

Reporter ohne Grenzen fordert das Europäische Parlament auf, der Ernennung des ehemaligen ungarischen Justizministers László Trócsányi zum Kommissar für Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik nicht zuzustimmen und die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten kritisch auf ihre Einstellung zur Pressefreiheit zu prüfen.

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Europäischer Gerichtshof
Recht auf Vergessenwerden 24.09.2019

EuGH setzt problematischem Recht Schranken

Reporter ohne Grenzen begrüßt, dass der Europäische Gerichtshof dem Recht auf Vergessenwerden Schranken gesetzt hat. Das Urteil betont zudem, dass dieses Recht in jedem Einzelfall gegen Grundrechte abzuwägen ist. Problematisch bleibt, dass der EuGH diese Abwägung weiterhin den Plattformbetreibern überlässt.

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Europawahl 2019 21.05.2019

Pressefreiheit entschiedener schützen

Reporter ohne Grenzen ruft dazu auf, die Pressefreiheit entschlossen zu verteidigen. Die Politikerinnen und Politiker, die künftig in den Institutionen in Straßburg und Brüssel sitzen, müssen die Rechte von Medienschaffenden stärker in den Fokus rücken und populistischen Tendenzen und dem Aufruf zu Hass gegen kritische Medien entgegentreten.

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Länderbericht

Auch Medien Opfer der Krise

Im Jahr 2011 gerieten Dutzende Reporter und Fotografen bei Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung zwischen die Fronten und erlitten Verletzungen. Medienhäuser schlossen, weil Anzeigen wegbrachen; Hunderte Journalisten verloren ihre Jobs.

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