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Griechenland

Angriffe auf Journalist*innen, gerade bei Demonstrationen, sind in Griechenland häufig. Sie gehen von Rechts- wie von Linksextremen, aber auch von der Polizei aus. Die Polizei setzt auch Gewalt und willkürliche Verbote ein, um die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise auf den griechischen Inseln zu behindern. Nach dem Wahlsieg der konservativen Partei Nea Demokratia 2019 wurden der öffentliche Rundfunk ERT und die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA per Präsidentialdekret direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt. ERT sendete in der Folge zensierte Berichte über die Lage in den Flüchtlingslagern. Auch im Zusammenhang mit der Corona-Krise versuchte die Regierung, die Berichterstattung zu beeinflussen. Im April 2021 wurde in Athen ein Polizeireporter ermordet – der erste Journalistenmord in Griechenland seit elf Jahren.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 70 von 180
Ein Mann spricht in Mikrofone.
Griechenland11.05.2021

#FreeThemAll: Kostas Vaxevanis

Nach dem Mord an dem Journalisten Giorgos Karaivaz und Berichten über Morddrohungen gegen einen weiteren Journalisten hat Reporter ohne Grenzen die griechische Polizei aufgefordert, Medienschaffende im Land besser zu schützen.

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Männer in weißen Schutzanzügen
Griechenland03.05.2021

Polizei muss Journalisten glaubhaft schützen

Nach dem Mord an einem Polizeireporter in Athen und Berichten über Morddrohungen gegen einen weiteren Journalisten fordert Reporter ohne Grenzen die griechische Polizei auf, Medienschaffende besser zu schützen. Kostas Vaxevanis, Eigentümer der Zeitung Documento, meinte, dass möglicherweise auch auf ihn ein Auftragsmörder angesetzt wurde.

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Weltkarte
Rangliste der Pressefreiheit 202120.04.2021

Neue und alte Gefahren für Journalisten

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken.

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©ddp images
Länderbericht

Auch Medien Opfer der Krise

Im Jahr 2011 gerieten Dutzende Reporter und Fotografen bei Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung zwischen die Fronten und erlitten Verletzungen. Medienhäuser schlossen, weil Anzeigen wegbrachen; Hunderte Journalisten verloren ihre Jobs.

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