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Griechenland

Nach Beginn der Wirtschaftskrise 2008 rutschte Griechenland auf der Rangliste der Pressefreiheit deutlich ab. Viele Medienhäuser mussten schließen, hunderte Redakteur*innen wurden arbeitslos. In den vergangenen Jahren verbesserte sich die wirtschaftliche Situation wieder. Seit 2018 gibt es aber ambivalente Entwicklungen: Die linke Syriza-Regierung vergab Lizenzen an fünf neue Fernsehsender, gleichzeitig musste der älteste Privatfernsehsender des Landes, Mega TV, schließen. Nach dem Wahlsieg der konservativen Nea Demokratia 2019 wurden der öffentliche Rundfunk ERT und die staatliche Nachrichtenagentur ANA-MPA per Präsidentialdekret direkt dem Premierminister unterstellt. Angriffe auf Journalist*innen, gerade auf Demonstrationen, sind häufig – von Rechts- wie von Linksextremen, aber auch von der Polizei. Immer wieder attackieren Anarchisten Redaktionsgebäude.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 65 von 180
Offener Brief:05.08.2020

Whistleblower umfassend schützen

Reporter ohne Grenzen, das Whistleblower-Netzwerk, Transparency International und mehrere andere zivilgesellschaftliche Organisationen rufen die Bundesregierung dazu auf, die EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern umfassend in nationales Recht umzusetzen.

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EU-Gipfel21.07.2020

Einigung zu Rechtsstaatlichkeit nicht ausreichend

Reporter ohne Grenzen kritisiert die Einigung des Europäischen Rats über die Koppelung der Auszahlung von EU-Mitteln an die Einhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien wie der Pressefreiheit als nicht ausreichend. Von einem klaren Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit ist die in den Verhandlungen gefundene Formulierung weit entfernt.

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EU-Überwachungsexporte08.06.2020

Kommission muss auf Menschenrechten bestehen

Reporter ohne Grenzen und weitere Menschenrechtsorganisationen rufen die Europäische Kommission auf, bei der stockenden Reform der EU-Exportkontrollen für Überwachungstechnologie auf einem strikten Menschenrechtsschutz zu bestehen. Zuletzt legte die Kommission einen stark verwässerten Kompromissvorschlag vor.

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Länderbericht

Auch Medien Opfer der Krise

Im Jahr 2011 gerieten Dutzende Reporter und Fotografen bei Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung zwischen die Fronten und erlitten Verletzungen. Medienhäuser schlossen, weil Anzeigen wegbrachen; Hunderte Journalisten verloren ihre Jobs.

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