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Indonesien

Präsident Joko Widodo hat seine Wahlversprechen nicht eingehalten. Seine fünfjährige Amtszeit war geprägt durch Verletzungen der Medienfreiheit, vor allem in Westpapua, wo Gewalt gegen lokale Journalist*innen zunimmt. Dort arbeitende ausländische Journalist*innen und ihre lokalen Mitarbeiter*innen droht Verfolgung oder Verhaftung, wenn sie Übergriffe durch das Militär dokumentieren oder sogar nur über humanitäre Themen berichten. So musste eine BBC-Journalistin 2018 wegen eines Tweets Westpapua verlassen. Laut der Vereinigung für unabhängige Journalist*innen in Jakarta schreckt das Militär nicht vor Einschüchterungsversuchen und Gewalt gegen kritische Medienschaffende zurück. Aufgrund von Gesetzen über „elektronische Informationen und Transaktionen“ sowie gegen Blasphemie zensieren sich viele Journalist*innen selbst.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 119 von 180
Indonesien26.06.2020

#FreeThemAll: Diananta Putra Sumedi

Reporter ohne Grenzen hat die indonesischen Behörden dazu aufgefordert, das Verfahren gegen den Journalisten Diananta Putra Sumedi einzustellen. Sumedi hatte über einen Landdisput zwischen dem Palmölkonzern Jhonlin und einer indigenen Volksgruppe berichtet.

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Indonesien11.06.2020

#FreeThemAll: Diananta Putra Sumedi

In Indonesien muss sich der Journalist Diananta Putra Sumedi vor Gericht verantworten. Grund ist ein Artikel, in dem der Journalist über einen Landdisput zwischen dem Palmölkonzern Jhonlin und den Dayak, einer indigenen Volksgruppe auf der Insel Borneo, berichtete.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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