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Indonesien

Präsident Joko Widodo hat seine Wahlversprechen nicht eingehalten. Seine fünfjährige Amtszeit war geprägt durch Verletzungen der Medienfreiheit, vor allem in Westpapua, wo Gewalt gegen lokale Journalist*innen zunimmt. Dort arbeitende ausländische Journalist*innen und ihre lokalen Mitarbeiter*innen droht Verfolgung oder Verhaftung, wenn sie Übergriffe durch das Militär dokumentieren oder sogar nur über humanitäre Themen berichten. So musste eine BBC-Journalistin 2018 wegen eines Tweets Westpapua verlassen. Laut der Vereinigung für unabhängige Journalist*innen in Jakarta schreckt das Militär nicht vor Einschüchterungsversuchen und Gewalt gegen kritische Medienschaffende zurück. Aufgrund von Gesetzen über „elektronische Informationen und Transaktionen“ sowie gegen Blasphemie zensieren sich viele Journalist*innen selbst.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 119 von 180
Die Regierungs- und Staatsoberhäupter nebeneinander; anstelle ihrer eigentlichen Gesichter sind jedoch die der in Saudi-Arabien inhaftierten Medienschaffenden zu sehen
G20-Gipfel20.11.2020

Mehr Pressefreiheit für Saudi-Arabien fordern

Vor dem digitalen G20-Gipfel in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad weist Reporter ohne Grenzen erneut auf die prekäre Lage der Pressefreiheit in Saudi-Arabien hin. Mit einer Social-Media-Kampagne ruft RSF die Öffentlichkeit dazu auf, die Staats- und Regierungsoberhäupter der G20 in die Pflicht zu nehmen.

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Fotograf fotografiert einen Hubschrauber, der mit Wasser die Waldbrände bekämpft.
International26.08.2020

Umweltjournalismus: Gefährliche Recherchen

Umweltjournalistinnen und Umweltjournalisten geraten in vielen Ländern der Welt zunehmend unter Druck. Weltweit wurden mindestens zehn Medienschaffende, die zu Umweltthemen berichteten, in den vergangenen fünf Jahren getötet. Insgesamt zählte RSF in diesem Zeitraum 53 Verletzungen der Pressefreiheit im Zusammenhang mit Umweltjournalismus.

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Indonesien26.06.2020

#FreeThemAll: Diananta Putra Sumedi

Reporter ohne Grenzen hat die indonesischen Behörden dazu aufgefordert, das Verfahren gegen den Journalisten Diananta Putra Sumedi einzustellen. Sumedi hatte über einen Landdisput zwischen dem Palmölkonzern Jhonlin und einer indigenen Volksgruppe berichtet.

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