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Iran

Medien unterliegen im Iran umfassender staatlicher Kontrolle. Immer wieder werden Zeitungen geschlossen, das Internet wird zensiert und überwacht. Kritische Journalisten und Blogger werden drangsaliert und für Delikte wie „Propaganda gegen den Staat“, „Verunglimpfung der Religion“ und „Feindschaft gegen Gott“ zu langen Freiheitsstrafen verurteilt. Ihre Haftbedingungen sind oft lebensgefährlich. Der Geheimdienst bedroht auch Journalisten im Exil und ihre im Iran gebliebenen Familien. Unter dem 2013 mit Reformversprechen angetretenen Präsidenten Hassan Rohani hat sich die Lage nicht gebessert.

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Rangliste der Pressefreiheit — Platz 169 von 180
Iran 19.05.2016

Zehn Jahre Haft für Narges Mohammadi

Reporter ohne Grenzen ist empört über die zehnjährige Haftstrafe für die schwer kranke iranische Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi. Das Teheraner Revolutionsgericht befand sie unter anderem der „Verschwörung gegen die Islamische Republik“ und „Propaganda gegen die Regierung“ für schuldig.

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Iran 29.04.2016

Journalisten werden unvermindert verfolgt

Reporter ohne Grenzen fordert Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf, bei seiner Iran-Reise die unverminderte Verfolgung kritischer Journalisten in aller Deutlichkeit zu kritisieren. Diese Woche verurteilte die iranische Justiz erneut drei Journalisten zu langen Haftstrafen. Anderen wird im Gefängnis dringend benötigte medizinische Versorgung vorenthalten.

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Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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Alle Meldungen
Jahresbilanz der Pressefreiheit

Haftgrund Journalismus

Im Iran saßen Ende des Jahres 2015 mindestens 18 Journalisten sowie 20 Blogger und Bürgerjournalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis – so viele wie in kaum einem anderen Land der Welt.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit 1998

In vielen Ländern werden staatliche Willkür und Gewaltverbrechen an Journalisten nicht glaubwürdig verfolgt. Ein Beispiel ist der Fall von Pirus Dawani, der zur Zeit der "Serienmorde" verschwand.

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