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Iran

Der Iran gehört seit der Islamischen Revolution von 1979 zu den repressivsten Ländern weltweit für Journalist*innen, Hunderte wurden dort seitdem strafverfolgt, inhaftiert oder hingerichtet. Medien unterliegen systematischer staatlicher Kontrolle, das Internet wird umfassend zensiert und überwacht. Kritische Medienschaffende werden ständig drangsaliert, immer wieder willkürlich inhaftiert oder in unfairen Verfahren zu langen Haftstrafen verurteilt. Ihre Haftbedingungen sind oft lebensgefährlich. Die Verfolgung erstreckt sich auch auf ausländische Medien sowie auf Journalist*innen im Exil und ihre im Iran lebenden Verwandten. Bürgerjournalist*innen verbreiten über soziale Medien viele unabhängige Informationen und werden dafür immer mehr bedrängt.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 173 von 180
Teheran erstreckt sich in der Dämmerung vor einem Gebirgszug; ein Fernsehturm hebt sich im Mittelpunkt des Bildes von den umliegenden, dezent beleuchteten Gebäuden ab
Iran / Türkei26.01.2021

#FreeThemAll: Mohammad Mosaed

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die Behörden in der Türkei dazu aufgerufen, den Journalisten Mohammad Mosaed nicht an den Iran auszuliefern. Mosaed war u.a. wegen „Verschwörung gegen den Staat“ verurteilt worden.

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Infografik in Form einer Zielscheibe: 42 Journalist*innen gezielt ermordet, acht bei der Arbeit getötet
Jahresbilanz der Pressefreiheit29.12.2020

Weltweit 50 Medienschaffende getötet

Mindestens 50 Medienschaffende weltweit sind 2020 in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Die weitaus meisten von ihnen wurden gezielt ermordet, weil sie zu Themen wie Korruption, organisiertem Verbrechen oder Umweltzerstörung recherchierten. Mehrere wurden getötet, als sie über Demonstrationen berichteten.

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Die Wohn- und Hochhäuser von Teheram erstrecken sich kilometerweit vor einem Gebirgszug im Hintergrund
Iran19.12.2020

#FreeThemAll: Kayvan Samimi

Das Komitee zum Schutz von Journalisten hat die Behörden im Iran dazu aufgerufen, den Journalisten Kayvan Samimi freizulassen. Samimi muss eine dreijährige Haftstrafe absitzen. Grund für die Verhaftung war seine Berichterstattung über regierungskritische Proteste.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit 1998

In vielen Ländern werden staatliche Willkür und Gewaltverbrechen an Journalisten nicht glaubwürdig verfolgt. Ein Beispiel ist der Fall von Pirus Dawani, der zur Zeit der "Serienmorde" verschwand.

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