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Kambodscha

Aus Angst vor einer Niederlage in den Parlamentswahlen ging der seit mehr als drei Jahrzehnten regierende Premier Hun Sen 2018 mit aller Härte gegen kritische Medien vor. Rund 30 Radiosender und die englischsprachige Tageszeitung Cambodia Daily wurden geschlossen. Im Mai 2018 kaufte ein malaysischer Unternehmer mit Verbindungen zur kambodschanischen Regierung die Tageszeitung Phnom Penh Post, die letzte Bastion der unabhängigen Presse. Seitdem hat die Bevölkerung nur noch Zugang zu Nachrichten von Mediengruppen mit direkten Verbindungen zu Hun Sen, wie etwa die Nachrichtenagentur Fresh News, die regierungsfreundliche Propaganda verbreitet. In den sozialen Medien versucht vor allem das Medium Voice of Democracy, dem Druck der Regierung standzuhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Uon Chhin und Yeang Sothearin
Kambodscha 14.10.2019

#FreeThemAll: Uon Chhin

Im September 2017 ließ die kambodschanische Regierung das Hauptstadtstudio des Radiosenders Radio Free Asia (RFA) in Phnom Penh schließen. Einen Monat später wurden die Reporter Uon Chhin und Yeang Sothearin verhaftet.

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Proteste in Kambodscha
Kambodscha 13.09.2019

#FreeThemAll: Hun Sokha

Hun Sokha streamte für die Facebook-Nachrichtenseite CPNTV eine Demonstration am Rande der kambodschanischen Stadt Sihanoukville live. Allerdings nur für kurze Zeit: Wenig später nahm ihn ein Einsatzkommando der Militärpolizei fest.

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Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

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Länderbericht

Weder unabhängig noch frei -
Medien in Kambodscha

Schikanen und Druck prägen den Arbeitsalltag vieler kritischer Journalisten. Denn die meisten Medien sind parteiisch und geben vor allem Regierungsmeinung wider. Eine Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2010.

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