Kambodscha | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Kambodscha

Aus Angst vor einer Niederlage in den Parlamentswahlen ging der seit mehr als drei Jahrzehnten regierende Premier Hun Sen 2018 mit aller Härte gegen kritische Medien vor. Rund 30 Radiosender und die englischsprachige Tageszeitung Cambodia Daily wurden geschlossen. Im Mai 2018 kaufte ein malaysischer Unternehmer mit Verbindungen zur kambodschanischen Regierung die Tageszeitung Phnom Penh Post, die letzte Bastion der unabhängigen Presse. Seitdem hat die Bevölkerung nur noch Zugang zu Nachrichten von Mediengruppen mit direkten Verbindungen zu Hun Sen, wie etwa die Nachrichtenagentur Fresh News, die regierungsfreundliche Propaganda verbreitet. In den sozialen Medien versucht vor allem das Medium Voice of Democracy, dem Druck der Regierung standzuhalten.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Yeang Sothearin mit seinem Kollegen Uon Chhin
Kambodscha 05.02.2020

#FreeThemAll: Yeang Sothearin

In Kambodscha werden die Ermittlungen wegen Spionage gegen den Journalisten Yeang Sothearin nicht eingestellt. Ein entsprechendes Ersuchen wurde am 28. Januar von einem Berufungsgericht in der Hauptstadt Phnom Penh abgelehnt.

mehr
Uon Chhin
Kambodscha 08.01.2020

#FreeThemAll: Uon Chhin

Ursprünglich warf die Staatsanwaltschaft den Journalisten Uon Chhin und Yeang Sothearin vor, den Radiosender ohne Lizenz betrieben zu haben. Angeklagt wurden Uon Chhin und sein Kollege dann jedoch wegen „Spionage“.

mehr
Flagge Kambodscha
Kambodscha 24.12.2019

#FreeThemAll: Aun Pheap

Reporter ohne Grenzen hat die kambodschanischen Behörden dazu aufgefordert, das laufende Verfahren gegen den Journalisten Aun Pheap einzustellen. Gegen Pheap, der für die Zeitschrift Cambodia Daily arbeitet, war bereits im Jahr 2017 Anzeige erstattet worden.

mehr
Alle Meldungen
©ddp images
Länderbericht

Weder unabhängig noch frei -
Medien in Kambodscha

Schikanen und Druck prägen den Arbeitsalltag vieler kritischer Journalisten. Denn die meisten Medien sind parteiisch und geben vor allem Regierungsmeinung wider. Eine Bestandsaufnahme aus dem Jahr 2010.

mehr