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Kroatien

In Kroatien gibt es außer dem staatlichen Rundfunk „Kroatien Radio-Fernsehen“ (HRT) zahlreiche Privatsender. Oft sind deren Besitzverhältnisse schwierig zu durchschauen. Verbindungen zu Wirtschaft und Politik werden so verschleiert. Mit der Vergabe von Lizenzen kann der Staat Medien kontrollieren und gängeln. Die Vergabekriterien sind oft intransparent. Verleumdung kann mit einer Geldstrafe geahndet werden, „Aufwiegelung zum Hass“ mit bis zu fünf Jahren Haft. Journalisten haben nur unzureichenden Zugang zu Informationen von staatlichen Behörden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 69 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2018 25.04.2018

Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa

In keiner anderen Weltregion hat sich die Lage der Pressefreiheit im vergangenen Jahr so stark verschlechtert wie in Europa. Das zeigt die Rangliste der Pressefreiheit 2018 von Reporter ohne Grenzen: Vier der fünf Länder, deren Platzierung sich am stärksten verschlechtert hat, liegen in Europa, drei davon sind Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

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Kroatien 27.09.2017

Späte Gerechtigkeit für Mord an Egon Scotland

26 Jahre nach der Ermordung des deutschen Journalisten Egon Scotland hat ein kroatisches Gericht den damaligen Kommandeur einer serbischen Miliz zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand Dragan Vasiljkovic für schuldig an Kriegsverbrechen beim Angriff auf die Stadt Glina, bei dem ein Scharfschütze 1991 den Reporter der Süddeutschen Zeitung erschoss.

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Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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