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Kroatien

In Kroatien gibt es außer dem staatlichen Rundfunk „Kroatien Radio-Fernsehen“ (HRT) zahlreiche Privatsender. Oft sind deren Besitzverhältnisse schwierig zu durchschauen. Verbindungen zu Wirtschaft und Politik werden so verschleiert. Mit der Vergabe von Lizenzen kann der Staat Medien kontrollieren und gängeln. Die Vergabekriterien sind oft intransparent. Verleumdung kann mit einer Geldstrafe geahndet werden, „Aufwiegelung zum Hass“ mit bis zu fünf Jahren Haft. Journalisten haben nur unzureichenden Zugang zu Informationen von staatlichen Behörden.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 63 von 180
Kroatien 19.09.2016

Hoffnung auf späte Gerechtigkeit

25 Jahre nach der Ermordung des deutschen Journalisten Egon Scotland im Kroatienkrieg beginnt der Prozess gegen den mutmaßlich Verantwortlichen. Eine serbische Miliz unter dem Kommando des jetzt angeklagten Dragan Vasiljkovic kontrollierte die kroatische Stadt Glina, als ein Scharfschütze dort am 26. Juli 1991 den Reporter der Süddeutschen Zeitung erschoss.

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Kroatien-Länderbericht 08.09.2016

Medien sind keine Wahlgeschenke

Vor der Parlamentswahl in Kroatien kritisiert Reporter ohne Grenzen den starken Einfluss führender Politiker auf die Medien und eine öffentliche Debatte, die kritische Journalisten pauschal als „Aktivisten“ oder gar „Verräter“ diffamiert. In einem ausführlichen Länderbericht untersucht ROG die Verflechtung von Medien und Politik.

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Rangliste der Pressefreiheit 2016 20.04.2016

Journalisten weltweit unter zunehmendem Druck

Die Rangliste der Pressefreiheit 2016 zeigt einen weltweiten Rückgang der Freiräume für unabhängigen Journalismus. Zunehmend autokratische Tendenzen in Ländern wie Ägypten, Russland oder der Türkei tragen dazu ebenso bei wie bewaffnete Konflikte und Bestrebungen einiger Regierungen, staatliche und private Medien unter ihren Zugriff zu bringen.

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