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Lettland

Meinungs- und Pressefreiheit sind in Lettland per Verfassung garantiert, und die Medien spiegeln ein breites Spektrum an Themen wider. Problematisch ist jedoch die hohe Medienkonzentration: der Großteil der Zeitungen und Rundfunksender gehört einigen wenigen skandinavischen Unternehmen. Die schwedische Times-Mediengruppe allein vergibt mehr als die Hälfte der Anzeigen im Fernsehen. Ein von der Regierung eingesetzter „Rat für elektronische Medien“ hat mehrmals versucht, Einfluss auf redaktionelle Entscheidungen zu nehmen. In Einzelfällen wurden kritische Journalisten in den vergangenen Jahren bedroht.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 22 von 180
Lettland / Litauen / Estland / Russland15.07.2020

Kritik an Verbot russischer Sender im Baltikum

Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert die Sperrung des russischen Auslandssenders RT in Litauen und Lettland. Beide Länder bezogen sich dabei auf die EU-Sanktionen gegen Russland und forderten andere EU-Mitglieder auf, es ihnen gleichzutun. Mit der gleichen Begründung hatte Estland Anfang 2020 das Büro der russischen Nachrichtenagentur Sputnik geschlossen. 

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EU-Überwachungsexporte08.06.2020

Kommission muss auf Menschenrechten bestehen

Reporter ohne Grenzen und weitere Menschenrechtsorganisationen rufen die Europäische Kommission auf, bei der stockenden Reform der EU-Exportkontrollen für Überwachungstechnologie auf einem strikten Menschenrechtsschutz zu bestehen. Zuletzt legte die Kommission einen stark verwässerten Kompromissvorschlag vor.

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Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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