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Marokko

Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 133 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 202021.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Marokko14.04.2020

#FreeThemAll: Abdelkabir al-Hor

In Marokko befindet sich Abdelkabir al-Hor seit mittlerweile mehr als zwei Jahren in Haft. Im Land werden Regierungskritiker und Medienschaffende seit Jahren eingeschüchtert, aufgrund ihrer Arbeit verfolgt und angeklagt.

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Marokko29.01.2020

#FreeThemAll: Mohamed Sekkaki

In Marokko befindet sich der YouTuber Mohamed Sekkaki seit dem 27. Dezember 2019 in Haft. Sekkaki war angeklagt worden, weil er sich in einem Video kritisch über König Mohammed VI. geäußert und seine Landsleute als Esel bezeichnet hatte.

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