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Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 135 von 180
Marokko 09.12.2019

#FreeThemAll: Taoufik Bouachrine

Seit dem 1. Dezember dieses Jahres befindet sich der marokkanische Journalist Taoufik Bouachrine in einem Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen zu protestieren. Dabei war sein Gesundheitszustand laut Medienberichten schon vor Beginn seines Protests fragil.

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Taoufik Bouachrine (rechts)
Marokko 21.11.2019

#FreeThemAll: Taoufik Bouachrine

Ein Berufungsgericht in Casablanca hat die Haftstrafe für den Journalisten Taoufik Bouachrine um drei Jahre verlängert. Anstatt für zwölf Jahre muss Bouachrine nun für 15 Jahre ins Gefängnis. Darüber hinaus soll er Entschädigungen in Höhe von umgerechnet 250.000 Euro zahlen.

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Proteste für Journalisten in der Westsahara in Madrid
Marokko 14.11.2019

#FreeThemAll: Mohamed Lamin Haddi

Der Journalist Mohamed Lamin Haddi hatte im November 2010 über Zusammenstöße zwischen Demonstranten und marokkanischen Sicherheitskräften in der Westsahara berichtet. Zwei Wochen später wurde er festgenommen und zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt.

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