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Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 135 von 180
Marokkanische Flaggen in Casablanca
Marokko 29.01.2020

#FreeThemAll: Mohamed Sekkaki

In Marokko befindet sich der YouTuber Mohamed Sekkaki seit dem 27. Dezember 2019 in Haft. Sekkaki war angeklagt worden, weil er sich in einem Video kritisch über König Mohammed VI. geäußert und seine Landsleute als Esel bezeichnet hatte.

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Omar Radi mit seinem Anwalt
Marokko 10.01.2020

#FreeThemAll: Omar Radi

Reporter ohne Grenzen fordert die marokkanischen Behörden dazu auf, den Menschenrechtler und Journalisten Omar Radi umgehend freizulassen. Radi, der für marokkanische Medien, aber auch für Zeitschriften im Ausland arbeitet, ist als Kritiker des Königshauses bekannt.

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Marokko 09.12.2019

#FreeThemAll: Taoufik Bouachrine

Seit dem 1. Dezember dieses Jahres befindet sich der marokkanische Journalist Taoufik Bouachrine in einem Hungerstreik, um gegen seine Haftbedingungen zu protestieren. Dabei war sein Gesundheitszustand laut Medienberichten schon vor Beginn seines Protests fragil.

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