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Marokko

Kritik am König ist in Marokko verboten und wurde schon mehrfach als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabus sind auch die Westsahara-Politik und die Korruption hochrangiger Politiker. Die wichtigsten Fernseh- und Radiosender sind staatlich kontrolliert. Unbequemen Journalisten werden manchmal Straftaten (zum Beispiel Drogendelikte) untergeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, Rufmord, Überfälle und Einbrüche. Sporadisch werden ausländische Medien verboten oder ihren Korrespondenten die Akkreditierungen entzogen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 133 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 26.04.2017

Medienfreiheit in Demokratien bedroht

Medienfeindliche Rhetorik, restriktive Gesetze und politische Einflussnahme in Demokratien haben zur Verschlechterung der Lage für Journalisten weltweit beigetragen. Das geht aus der Rangliste der Pressefreiheit 2017 hervor. In Ländern wie den USA, Polen oder Großbritannien tragen Spitzenpolitiker ihre Geringschätzung gegenüber Medien offen zur Schau.

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Marokko 09.02.2016

Journalist wegen Interview verfolgt

Der Journalist Ali Anouzla steht seit dem 9. Februar 2016 in Rabat wegen einer Äußerung in einem Interview mit Bild.de vor Gericht. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Anlass für das ausführliche Interview zur Lage der Journalisten in seiner Heimat war seine Ehrung mit dem Raif Badawi Award for courageous journalists.

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Marokko 17.10.2015

Raif Badawi Award für Journalist Ali Anouzla

Der marokkanische Journalist Ali Anouzla wird mit dem Raif Badawi Award for courageous journalists 2015 ausgezeichnet. Durch seine investigativen Recherchen deckt Anouzla immer wieder Menschenrechtsverletzungen auf. Dabei scheut er nicht davor zurück, die Institution der „exekutiven Monarchie“ und ihre Politik zu kritisieren.

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