Marokko | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Marokko

Kritik am König ist in Marokko verboten und wird als „Angriff auf die heiligen Werte der Nation“ mit Gefängnis bestraft. Tabuthemen sind auch politische Proteste, die Westsahara-Politik, Korruption hochrangiger Politiker und inzwischen die Massenmigration nach Europa. Zu den wichtigsten Fernseh- und Radioeigentümern gehören die Königsfamilie und andere politisch einflussreiche Unternehmer. Immer wieder werden Journalist*innen wegen unliebsamer Berichte vor Gericht gebracht und zu Haftstrafen verurteilt oder Korrespondent*innen ausländischer Medien abgeschoben. Zum Einschüchterungsrepertoire des Staats gehören auch Anzeigenboykotte, Drohungen, untergeschobene Drogendelikte, Rufmord, Überfälle und Einbrüche.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 135 von 180
Eine Frau in Marokko trägt ein Schild mit dem Bild von Taoufik Bouachrine und der Aufschricht "Journalismus ist kein Verbrechen".
Marokko 21.10.2019

#FreeThemAll: Taoufik Bouachrine

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat die marokkanischen Behörden dazu aufgefordert, den Journalisten Taoufik Bouachrine umgehend freizulassen. Er ist Redakteur und Herausgeber der regierungskritischen Tageszeitung „Akhbar al-Yaoum“.

mehr
Flagge von Marokko
Marokko 10.10.2019

#FreeThemAll: El Bachir Khadda

Am 4. Dezember 2010 wurde der Journalist El Bachir Khadda festgenommen. Kurz vor seiner Verhaftung hatte er über Zusammenstöße zwischen sahrauischen Demonstranten und marokkanischen Sicherheitskräften in der Westsahara berichtet.

mehr
Menschen protestieren für Hajar Raissouni
Marokko 28.09.2019

#FreeThemAll: Hajar Raissouni

Seit dem 2. September dieses Jahres steht die Journalistin Hajar Raissouni in Marokko vor Gericht, weil sie laut Staatsanwaltschaft eine „außereheliche sexuelle Beziehung“ führte und eine „illegale Abtreibung“ hat vornehmen lassen. Sie hatte unter anderem über soziale Proteste und Unruhen im Norden des Landes berichtet.

mehr
Alle Meldungen