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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende – in keinem anderen Land, das sich nicht im Krieg befinden, werden so viele Journalist*innen ermordet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten, und lähmt die juristische Verfolgung von Straftaten gegen Medienschaffende. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Viele flüchten aus dem Land. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist sehr konzentriert. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt, aber bislang nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Die Regierungs- und Staatsoberhäupter nebeneinander; anstelle ihrer eigentlichen Gesichter sind jedoch die der in Saudi-Arabien inhaftierten Medienschaffenden zu sehen
G20-Gipfel20.11.2020

Mehr Pressefreiheit für Saudi-Arabien fordern

Vor dem digitalen G20-Gipfel in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad weist Reporter ohne Grenzen erneut auf die prekäre Lage der Pressefreiheit in Saudi-Arabien hin. Mit einer Social-Media-Kampagne ruft RSF die Öffentlichkeit dazu auf, die Staats- und Regierungsoberhäupter der G20 in die Pflicht zu nehmen.

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Der Präsident steht mit ernstem Blick neben der mexikanischen Nationalflagge
Mexiko18.11.2020

Bittere Bilanz für die Pressefreiheit

17 Menschenrechts- und Pressefreiheitsorganisationen, darunter auch Reporter ohne Grenzen, haben sich zu der Internationalen Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen zur Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten zusammengeschlossen. Das Ziel dieses Zusammenschlusses ist ein besserer Schutz der Presse- und Meinungsfreiheit in Mexiko.

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Kerzen und Fotos wurden im Gedenken an Miroslava Breach und Javier Valdez aufgestellt
International30.10.2020

Journalisten schützen, Straflosigkeit bekämpfen

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die fragliche Zukunft der staatlichen Schutzmaßnahmen für Medienschaffende in Mexiko. Anlässlich des Welttags gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalistinnen und Journalisten weist RSF darauf hin, dass eine ungesicherte Finanzierung des Schutzmechanismus viele Medienschaffende noch mehr gefährden könnte.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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