Mexiko | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Länderportal

Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Zwischen 2006 und 2018 häufte sich eine Rekordzahl von 116 Fällen, in denen Medienschaffende ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Reporter ohne Grenzen hat im März 2019 vor dem Internationalen Gerichtshof eine strafrechtliche Verfolgung dieser Fälle gefordert. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist wenig pluralistisch. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Viele Hoffnungen liegen seit Ende 2018 auf dem neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt hat.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 144 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2019 18.04.2019

Hetze gegen Medienschaffende

Die systematische Hetze gegen Journalistinnen und Journalisten hat dazu geführt, dass Medienschaffende zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Vor allem gilt dies in Ländern, in denen sie sich bisher im weltweiten Vergleich eher sicher fühlen konnten. Das zeigt die diesjährige Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen.

mehr
Mexiko 14.03.2019

Strafgerichtshof soll Morde ahnden

Der ICC soll die Morde an Journalistinnen und Journalisten in Mexiko ahnden. Reporter ohne Grenzen hat einen entsprechenden Antrag eingereicht. Zwischen 2006 und 2018 wurden in Mexiko 116 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit ermordet oder mit Gewalt verschleppt. Einige sind bis heute verschollen.

mehr
Themenbericht 30.11.2018

Journalisten im Visier organisierter Kriminalität

Kritische Berichterstattung über organisierte Kriminalität bringt Journalisten weltweit in Lebensgefahr. Seit Anfang 2017 wurden mehr als 30 Medienschaffende von Verbrecherorganisationen getötet. In einem ausführlichen Bericht hat Reporter ohne Grenzen die Bedrohungslage für Medienschaffende untersucht, die dem organisierten Verbrechen auf der Spur sind.

mehr
Alle Meldungen
Ausstellung und Werkstattgespräch am 27. Juni 2019 in Berlin ICS

Verschwindenlassen in Mexiko

Reporter ohne Grenzen lädt ein zu einer Ausstellungseröffnung und einem Werkstattgespräch zum Thema: „Zwischen Gewalt und Selbstbestimmung – Journalismus und zivilgesellschaftliches Engagement in Mexiko“ mit Marcela Turati und Heriberto Paredes in Kooperation mit „Geographien der Gewalt“ und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

mehr
Alle Veranstaltungen
Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

Mehr
Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

Mehr
Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

Mehr