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Mexiko

Seit dem Jahr 2000 wurden in Mexiko mehr als achtzig Medienschaffende ermordet. Weitere wurden entführt oder sind verschwunden. Viele von ihnen berichteten über Drogenhandel, Korruption und die Verquickung von Politik und organisiertem Verbrechen. Kaum einer der Täter wird bestraft. Viele Medien meiden deshalb heikle Themen, Selbstzensur ist alltäglich. Auch bei politischen Unruhen und Protesten kommt Gewalt gegen Reporter vor. Die Besitzkonzentration vor allem der Fernseh- und Radiosender ist hoch. Viele Journalisten sind schlecht bezahlt und anfällig für Korruption.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 147 von 180
Jahresbilanz der Pressefreiheit 19.12.2017

Weltweit 65 Medienschaffende getötet

Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mindestens 65 Journalisten, Bürgerjournalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden. Fast die Hälfte von ihnen starben außerhalb von Regionen mit bewaffneten Konflikten. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit 2017 hervor.

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USA / Mexiko 12.12.2017

Bedrohter Journalist kämpft gegen Abschiebung

Reporter ohne Grenzen verurteilt den Versuch der US-Einreisebehörden, den mexikanischen Journalisten Emilio Gutiérrez Soto in seine Heimat abzuschieben. Wegen Todesdrohungen aufgrund seiner journalistischen Arbeit bemüht sich Gutiérrez seit 2008 um Asyl in den Vereinigten Staaten. Derzeit sitzt er in einem Abschiebegefängnis in Texas.

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Mexiko 07.06.2017

Regierung muss Journalisten besser schützen

Reporter ohne Grenzen appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel, bei ihrer Mexiko-Reise auf konkrete und schnelle Schritte für einen besseren Schutz von Journalisten zu dringen. Insbesondere sollte sie die Regierung auffordern, die Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten einzuladen.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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