Mexiko | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Zwischen 2006 und 2018 häufte sich eine Rekordzahl von 116 Fällen, in denen Medienschaffende ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Reporter ohne Grenzen hat im März 2019 vor dem Internationalen Gerichtshof eine strafrechtliche Verfolgung dieser Fälle gefordert. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist wenig pluralistisch. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Viele Hoffnungen liegen seit Ende 2018 auf dem neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt hat.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 144 von 180
Gedruckte Zeitungen werden auf einem Transportband befördert.
ROG-Themenbericht 23.09.2019

Zeitungen, die nie ankommen

Weltweit behindern Feinde der Pressefreiheit auf vielerlei Weisen den Pressevertrieb, damit kritische Zeitungsartikel nicht beim Publikum ankommen. Denn neben Journalistinnen und Journalisten spielen auch Zeitungsverkäufer, Druckerinnen und Lieferanten eine entscheidende Rolle dabei, dass die Zeitung ihre Leserinnen und Leser erreicht.

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Mexiko 28.08.2019

Mehr ermordete Journalisten als 2018

Im August sind zwei weitere Journalisten in Mexiko ermordet worden. Die Zahl der wegen ihrer Arbeit getöteten Medienschaffenden in Mexiko steigt damit auf mindestens zehn – mehr als im gesamten Jahr 2018 und in jedem anderen Land der Welt. Reporter ohne Grenzen fordert die mexikanische Regierung auf, endlich effektive Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

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Mexiko 01.08.2019

Gefährlichstes Land der Welt für Journalisten

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 sind in Mexiko mindestens acht Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Arbeit ermordet worden, mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das letzte Opfer war Rogelio Barragán Pérez, Leiter des Nachrichtenportals Guerrero Al Instante, der am Dienstag im Bundesstaat Morelos tot aufgefunden wurde.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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