Mexiko | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Zwischen 2006 und 2018 häufte sich eine Rekordzahl von 116 Fällen, in denen Medienschaffende ermordet wurden oder spurlos verschwanden. Reporter ohne Grenzen hat im März 2019 vor dem Internationalen Gerichtshof eine strafrechtliche Verfolgung dieser Fälle gefordert. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist wenig pluralistisch. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Viele Hoffnungen liegen seit Ende 2018 auf dem neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador, der die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt hat.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 144 von 180
Welttag gegen Internetzensur 12.03.2020

Uncensored Library: Computerspiel gegen Zensur

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen die Uncensored Library. Mithilfe einer virtuellen Bibliothek in dem weltweit populären Internet-Computerspiels Minecraft macht sie zensierte Artikel von Journalistinnen und Journalisten in deren Heimatländern zugänglich. Die Texte kommen aus Ägypten, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien und Vietnam.

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Feinde des Internets 11.03.2020

Trolle und Firmen im Dienst repressiver Regime

Zum Welttag gegen Internetzensur veröffentlicht Reporter ohne Grenzen eine Liste der 20 größten Feinde des Internets. Sie umfasst Behörden, Unternehmen und informelle Netzwerke, die Journalistinnen und Journalisten mit Hilfe digitaler Technologien einschüchtern, bedrohen, überwachen oder zensieren.

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Infografik: Inhaftierte Medienschaffende weltweit am 1. Dezember 2019
Jahresbilanz der Pressefreiheit 17.12.2019

Weltweit 389 Medienschaffende im Gefängnis

Zum Jahresende 2019 sitzen weltweit 389 Journalistinnen, Journalisten und andere Medienschaffende in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit im Gefängnis, zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Jahresbilanz der Pressefreiheit hervor. 49 Medienschaffende wurden 2019 getötet, 57 sind derzeit entführt.

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Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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