Mexiko | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
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Mexiko

Mexiko gehört weltweit zu den gefährlichsten Ländern für Medienschaffende – in keinem anderen Land, das sich nicht im Krieg befinden, werden so viele Journalist*innen ermordet. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht es lebensgefährlich, über sensible Themen wie Korruption oder Drogen- und Menschenhandel zu berichten, und lähmt die juristische Verfolgung von Straftaten gegen Medienschaffende. Journalist*innen werden systematisch bedroht, verschleppt oder ermordet. Viele flüchten aus dem Land. Die Medienlandschaft, vor allem der Fernsehsektor, ist sehr konzentriert. Nur zwei Medienorganisationen gehören fast alle TV-Sender. Präsident Andrés Manuel López Obrador hat seit seinem Amtsantritt Ende 2018 die Bekämpfung der Korruption zur seiner Hauptaufgabe erklärt, aber bislang nicht ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, um die Spirale der Gewalt zu stoppen.

Rangliste der Pressefreiheit — Platz 143 von 180
Rangliste der Pressefreiheit 2020 21.04.2020

Journalisten unter Druck von vielen Seiten

Immer dreister auftretende autoritäre Regime, repressive Gesetze gegen vermeintliche Falschmeldungen, populistische Stimmungsmache und die Erosion traditioneller Medien-Geschäftsmodelle stellen die Pressefreiheit weltweit in Frage. Das macht die Rangliste der Pressefreiheit 2020 von Reporter ohne Grenzen deutlich.

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Mexiko 31.03.2020

Journalistin in Mexiko ermordet

Reporter ohne Grenzen verurteilt den Mord an der mexikanischen Journalistin Maria Elena Ferral. Die Reporterin der Lokalzeitung Diario de Xalapa und Chefin der Online-Zeitung Quinto Poder starb am Montag im Krankenhaus, nachdem sie in Papantla im Bundestaat Veracruz niedergeschossen worden war. Es ist der erste Journalistenmord dieses Jahres in Mexiko.

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Gedenken an Miroslava Breach
Mexiko 19.03.2020

Urteil gegen Straflosigkeit

Reporter ohne Grenzen begrüßt den Schuldspruch im Prozess um den Mord an der mexikanischen Journalistin Miroslava Breach Velducea gegen den Angeklagten Juan Carlos Moreno Ochoa. Es ist die erste Verurteilung wegen Mordes an einer Journalistin oder einem Journalisten in Mexiko. Das Strafmaß soll im April verkündet werden.

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Alle Meldungen
Länderbericht

Veracruz - Staat der Angst

Der mexikanische Bundesstaat Veracruz ist für Journalisten der gefährlichste Ort in der westlichen Hemisphäre. Zwischen 2010 und 2016 wurden dort 17 Journalisten in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet.

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Jahresbilanz der Pressefreiheit

Journalismus unter
Lebensgefahr

Mexiko ist für Journalisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. 2017 wurden dort mindestens elf Reporter wegen ihrer Arbeit ermordet.

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Kampf gegen Straflosigkeit

Verschwunden seit
dem Jahr 2009

Die Reporterin María Aguilar Cansimbe berichtete über Machtmissbrauch der Polizei und wurde von einem Verbrecherkartell drangsaliert.

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